FPÖ-Landeschef

Kunasek zerpflückt Wehrdienstreform: "Schade, was hier nicht gelungen ist"

Ein Mann im Anzug hält blaue Unterlagen und spricht bei einer Pressekonferenz.
© der Plankenauer/Mag. Plankenauer
Steiermarks FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek, Ex-Verteidigungsminister, lässt an der geplanten Wehrdienstreform der Bundesregierung im oe24-Interview kein gutes Haar.
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Mario Kunasek, einst Verteidigungsminister und jetzt FPÖ-Landeshauptmann der Steiermark, stellt im oe24-Interview mit Politikchefredakteurin Isabelle Daniel klar: Die FPÖ wird der Zweidrittel-Materie zur Wehrdienstreform im Parlament so nicht zustimmen.

Regierung hat nicht auf Experten gehört

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dem jetzig vorliegenden zustimmen können, weil es eben weit weg ist von dem, was die Experten empfohlen haben", so Kunasek.

Die Experten hätten klar "8 plus 2" Monate Grundwehrdienst empfohlen, samt passender Anpassung beim Zivildienst. Doch laut Kunasek: "Rausgekommen ist ganz was anderes, wiederum ein politischer Kompromiss, mit dem aber niemand wirklich zufrieden sein kann, weder die Politik auf Bundesebene noch das Bundesheer, wahrscheinlich auch nicht der Steuerzahler."

Zwei Soldaten in Tarnuniform sichern bewaffnet einen Waldrand während einer Übung.
ABD0115_20260813 - RIEDERSBACH - ÖSTERREICH: Übung des Österreichischen Bundesheeres zum Schutz kritischer Infrastruktur beim Kraftwerk Riedersbach - Im Bild: Einblick in Szenarien einer groß angelegten Übung des Panzergrenadierbataillon 13 zur Sicherung einer komplexen Industrieanlage, aufgenommen am Donnerstag, 13. August 2026. - FOTO: APA/BARBARA GINDL © APA/BARBARA GINDL

Das aktuelle Modell sei zudem das teurere, so Kunasek – und bringe wenig Planbarkeit. Sein Fazit: "Schade, schade, was hier leider nicht gelungen ist, nämlich diese 8 plus 2 auf Schienen zu bekommen."

"Kompromiss auf kleinstem Nenner"

Zum Verfehlen des Experten-Rats sagt Kunasek über die Dreier-Regierung im Bund: "Es ist eine sehr schwierige Situation auf Bundesebene mit drei sehr weit auseinanderstehenden Parteien, wo halt oftmals nur der kleinste gemeinsame Nenner möglich ist."

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