Positiv getestet

Kokain-Eklat um Tennis-Bad-Boy Kyrgios

Nick Kyrgios
© PA Images via Getty Images
Nächster Wirbel um Nick Kyrgios! Der australische Tennis-Star sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal abseits des Platzes. Wie der 31-Jährige selbst öffentlich machte, ist er bei einer Dopingkontrolle rund um das ATP-Turnier auf Mallorca Ende Juni positiv auf Kokain getestet worden.
OE24 auf Google bevorzugen

"Ich möchte, dass ihr es zuerst von mir hört", schreibt Kyrgios in einer ausführlichen Stellungnahme auf Instagram. Darin findet der Australier deutliche Worte und übernimmt die Verantwortung: "Ich habe einen großen Fehler gemacht und übernehme dafür die volle Verantwortung."

Doch Kyrgios will nicht einfach nur die Schlagzeile stehen lassen. Der Tennis-Profi liefert auch einen Einblick in seine persönliche Situation der vergangenen Jahre. Zahlreiche Verletzungen hätten ihn körperlich wie mental massiv belastet. Besonders schwer habe ihm zu schaffen gemacht, dass sich seine aktive Karriere langsam dem Ende nähert.

»Habe mich alleine und hilflos gefühlt«

"Mein Körper konnte nicht das umsetzen, was mein Geist wollte", erklärt Kyrgios. Gerade der Gedanke, einen großen Teil seines Lebens loslassen zu müssen, sei für ihn besonders schwer gewesen. "Zeitweise habe ich mich alleine und hilflos gefühlt", so der Australier.

Damit wird aus dem nächsten Eklat rund um Kyrgios zugleich ein ungewöhnlich persönlicher Einblick. Der einstige Wimbledon-Finalist von 2022 hat seit Jahren mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und konnte zuletzt nur noch sporadisch auf dem Tennisplatz stehen.

Die sportliche Entwicklung unterstreicht seine schwierige Lage. Der einstige Wimbledon-Finalist von 2022 ist mittlerweile nur noch die Nummer 919 der Welt. 2024 bestritt Kyrgios kein einziges Match, 2023 kam er lediglich auf einen Einsatz. Auch heuer konnte er nur sporadisch auf den Platz zurückkehren. Nach einem Auftritt in Brisbane und einem Sieg in Stuttgart war auf Mallorca bereits in der ersten Runde Schluss.

Tennis-Bad-Boy vorläufig suspendiert

Nun hat der positive Test auch sportrechtliche Folgen. Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) hat Kyrgios seit dem 4. August vorläufig suspendiert. Eine Berufung wäre möglich, bislang hat der Australier davon jedoch keinen Gebrauch gemacht. Während der Sperre darf Kyrgios an keinen Tour-Events teilnehmen, weder spielen noch vor Ort sein. Der Australier kündigte zudem an, sich für 28 Tage aus der Öffentlichkeit und von Social Media zurückzuziehen.

Für einen Spieler, der einst als eines der größten Enfant terribles des Welttennis für spektakuläre Auftritte sorgte, ist es damit der nächste Tiefpunkt einer ohnehin turbulenten Karriere. Ob und wann Kyrgios auf die große Tennis-Bühne zurückkehrt, ist derzeit völlig offen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden