"ZackZack"-Konkurs

Jetzt auch Vorwurf der Insolvenzverschleppung gegen Pilz-Firma

Ein älterer Mann spricht vor zwei Personen in einem Sitzungsraum mit Mikrofon im Hintergrund.
© APA/ROLAND SCHLAGER
Das Aus von Peter Pilz' "ZackZack" wird immer brisanter: Jetzt steht auch der Vorwurf der Insolvenzverschleppung im Raum.
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Das Online-Medium "ZackZack", das vom früheren Abgeordneten Peter Pilz (Grüne / Liste Pilz) gegründet wurde, hat am Freitag Konkurs angemeldet. Bekanntlich haben mehrere Spitzen-Polizisten wie etwa Polizeidirektor Michael Takacs das Pilz-Medium geklagt. Im Worst Case wären 4,3 Millionen Euro fällig. Das Unternehmen hätte also entsprechend Rücklagen bilden müssen. "ZackZack" selbst schreibt auf seiner Website, dass man wohl knapp über eine Million Euro (50 Prozent Verurteilungswahrscheinlichkeit und 50 Prozent der Summe, also 25 Prozent der 4,3 Mio. Euro) an Rückstellungen bilden hätte müssen. Das kann sich die Zack Media GmbH aber offenbar nicht leisten.

"Das sollte sich die WKStA genauer anschauen"

In die Causa schaltete sich jedenfalls prompt auch PR-Unternehmer Wolfgang Rosam ein. Er warf dem Ex-Politiker mutmaßlich Korruption vor: "Peter Pilz ist also pleite mit Zack Zack. Was er mit den 1,2 Millionen Euro Steuergeld gemacht hat, die er seinerzeit von der Ausbildungsakademie seiner verblichenen Partei auf das Konto von ZackZack transferierte, bleibt ungeklärt. Das sollte sich die WKSTA (Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft) vielleicht noch genauer anschauen", so Rosam auf "X" (vormals Twitter).

Pilz selbst behauptete in seinem Abschiedsvideo auf Instagram noch: "Wir haben gemeinsam, ohne Steuergelder, ohne Regierungsinserate (...) über alles berichtet".

Vorwurf der Insolvenzverschleppung gegen Pilz-Firma

Auf "X" schlägt der Konkurs nun weiter Wellen. So sorgt der Jahresabschluss der Zack Media GmbH für Aufregung. Denn: Mit Stichtag 31. Dezember 2025 hatte das Unternehmen ein negatives Eigenkapital von etwa 75.000 Euro, einen Bilanzverlust von rund 583.000 Euro und Rückstellungen in Höhe von knapp 145.000 Euro. "Es ist unfassbar, was sich der verantwortliche Unternehmer Peter Pilz hier leistete. Konkursverschleppung und missbräuchliche Verwendung von Steuergeldern (1,2 Millionen Partei-Akademie-Förderung - zur Gründung seines PRIVATEN Unternehmens ZackZack)- ist für jeden 'Normalsterblichen' in Österreich Gegenstand eines WKSTA- oder Strafverfahrens", schreibt Rosam auf "X".

"ZackZack" sammelte im Juni noch Spenden

Eingereicht wurde der Jahresabschluss am 30. September 2026. Schon heuer im Juni sammelte "ZackZack" Spenden, "um wirtschaftlich überleben zu können".

Für Pilz und den Geschäftsführer der Zack Media GmbH gilt die Unschuldsvermutung. "ZackZack" ließ eine oe24-Anfrage dazu bisher unbeantwortet. Auch Pilz will sich gegenüber oe24 nicht äußern.

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