Irre Bilanz für Wien

Jeder dritte Gast: Donauturm-Rutsche wird zum Mega-Erfolg

© Donauturm Wien
Knapp drei Jahre nach der spektakulären Eröffnung zieht der Wiener Donauturm eine durchwegs positive Bilanz über seine größte Neuerung. Europas höchste Rutsche hat sich als echter Publikumsmagnet etabliert und lockte bereits mehr als 200.000 abenteuerlustige Gäste an.
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Die im November 2023 eröffnete Donauturm-Rutsche ist aus dem Freizeitangebot der Bundeshauptstadt nicht mehr wegzudenken. Rund ein Drittel aller Besucherinnen und Besucher des Donauturms entscheidet sich bei der Visite für eine Fahrt durch die durchsichtige Röhre. Besonders bei internationalen Reisenden stößt die Attraktion auf riesige Begeisterung, dicht gefolgt von den Wienerinnen und Wienern selbst, die das Wahrzeichen ihrer Stadt völlig neu erleben.

Jeder dritte Gast wagt den spektakulären Ritt

© Donauturm Wien

Die Donauturm-Rutsche verbindet das Zentralgeschoss auf 165 Metern Höhe direkt mit der Aussichtsebene auf 150 Metern. Auf der rund 40 Meter langen Außenstrecke an der Nordseite des Turms überwinden die Gäste bei einem Gefälle von 29 Grad den Höhenunterschied in rasanter Fahrt. Je nach Körpergewicht dauert das Erlebnis zwischen sieben und neun Sekunden, wobei Geschwindigkeiten von bis zu 18 km/h auf Spezialmatten erreicht werden. Tagsüber eröffnet die transparente Polycarbonathülle ein atemberaubendes Panorama über Wien, während am Abend eine gezielte Streckenbeleuchtung für eine unvergleichliche Atmosphäre sorgt.

Montage per Hubschrauber und Kunst am Bau

© Donauturm Wien

Entworfen wurde das außergewöhnliche Bauwerk von dem deutschen Objektkünstler Carsten Höller, der weltweit für seine begehbaren Kunstinstallationen geschätzt wird. Bereits die Errichtung im Oktober 2023 sorgte für großes mediales Aufsehen, als die einzelnen Rutschenelemente spektakulär mit einem Hubschrauber an die Außenfassade des Turms montiert wurden. Am 15. November 2023 folgte schließlich die offizielle Freigabe für das Publikum.

General Manager Roman Bauer zieht ein rundum positives Resümee:
"Wir freuen uns sehr über den anhaltenden Zuspruch zur Donauturm-Rutsche. Sie wurde vom Start weg hervorragend angenommen und spricht heute ein internationales Publikum an. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur positiven Gesamtentwicklung des Donauturms und unterstreicht seinen Anspruch als moderne Wiener Sehenswürdigkeit."

Die Zahlen bestätigen diesen Trend eindrucksvoll: Im Jahr 2025 verzeichnete der Donauturm ein Besucherplus von rund 3,5 Prozent. Davon profitiert auch die Gastronomie vor Ort deutlich, da die Rutsche Gäste dazu animiert, länger am Turmareal zu verweilen und die Angebote im Turm Café, dem Turm Restaurant sowie im Donaubräu samt Gastgarten zu nutzen.

Österreichs höchstes Bauwerk seit über 60 Jahren

Der 252 Meter hohe Donauturm wurde 1964 anlässlich der Wiener internationalen Gartenschau (WIG) nach Plänen des Architekten Hannes Lintl errichtet und ist bis heute das höchste Bauwerk der Republik. Für den Bau zwischen Oktober 1962 und April 1964 wurden 3.750 Kubikmeter Beton sowie 514 Tonnen Stahlbeton verbaut. Das Gesamtgewicht beträgt gewaltige 17.600 Tonnen bei einem Fundamentdurchmesser von 31 Metern und acht Metern Tiefe.

Im Jahr 2016 übernahmen private Eigentümer (die Blaguss Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die Gilbert Leeb Beteiligungsgesellschaft m.b.H., SMILE GmbH Guntram Fessler, Matthias Kamp und Stephan Kreissler) das Wahrzeichen, seit 2020 hält auch die Wien Holding Anteile. 2018 erfolgte unter Architekt Gregor Eichinger eine Generalsanierung im Glanz der 60er-Jahre.

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