Gefahren im Badesee

"Hirnfresser"-Amöbe: Könnte sie auch in Österreich lauern?

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Der tragische Tod einer achtjährigen US-Amerikanerin sorgt für Entsetzen. Das Mädchen starb nach dem Baden in einem See an einer Infektion mit der sogenannten "hirnfressenden Amöbe". Doch könnte der gefährliche Erreger auch in Österreich vorkommen?
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"Naegleria fowleri" kommt vor allem in warmen Regionen vor und fühlt sich besonders in sehr warmem Süßwasser wohl. Laut Robert Koch-Institut kann sich der Einzeller bei Temperaturen von mehr als 30 Grad vermehren und Temperaturen bis etwa 45 Grad überstehen.

Für Österreich bedeutet das: Ein Vorkommen ist theoretisch möglich, das Risiko einer Infektion ist jedoch extrem gering. Besonders relevant wäre der Erreger in außergewöhnlich warmen, ungechlorten Süßgewässern.

So gelangt die Amöbe in den Körper

Gefährlich wird "Naegleria fowleri" vor allem dann, wenn beim Schwimmen oder Tauchen Wasser in die Nase gelangt. Von dort kann der Einzeller entlang der Nerven bis ins Gehirn wandern und eine schwere Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten auslösen.

Über das Trinken von verunreinigtem Wasser steckt man sich hingegen nicht an.

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Wie groß ist die Gefahr in Österreich?

Österreich hat zahlreiche Badeseen und warme Sommer können die Wassertemperaturen deutlich steigen lassen. Trotzdem bedeutet warmes Wasser nicht automatisch eine Gefahr durch die Amöbe.

Der Erreger kommt hauptsächlich in tropischen und subtropischen Regionen vor. In gemäßigten Klimazonen ist ein Auftreten zwar grundsätzlich möglich, Infektionen sind jedoch außergewöhnlich selten.

Wer das ohnehin minimale Risiko beim Baden weiter reduzieren möchte, sollte vor allem bei ungewöhnlich warmem Süßwasser vermeiden, dass Wasser mit hohem Druck in die Nase gelangt – etwa beim Tauchen.

Der tragische Fall aus den USA ist damit kein Grund, österreichische Badeseen zu meiden. Er zeigt aber, dass der "Hirnfresser"-Erreger unter bestimmten Bedingungen auch außerhalb seiner klassischen Verbreitungsgebiete vorkommen kann.

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