Start in den Winter

Hilfe für Wildtiere in der Stadt

Ein rotes Eichhörnchen sitzt auf dem Boden und blickt aufmerksam zur Seite.
© Getty Images/500px
Wenn die Temperaturen sinken, beginnt für Eichhörnchen, Igel und Fledermäuse der Kampf ums Überleben. Mit ein paar Handgriffen können die Wiener ihren tierischen Nachbarn aber leicht durch die kalte Jahreszeit helfen.
OE24 auf Google bevorzugen

Ein aufgeräumter Garten mag schön aussehen, für Wildtiere, die im Wiener Stadtgebiet beheimatet sind, ist er nur bedingt nützlich. Denn gerade im Herbst bieten Laub- und Totholzhaufen wichtige Rückzugsorte und Verstecke, in denen Igel, Dachs und Co. Schutz vor der zunehmenden Kälte suchen. Wer also nicht alles wegräumt, und seinen tierischen Gästen auch noch frisches Wasser bereitstellt, kann leicht zum Retter in der Not werden.

"Wer Wildtiere wie beispielsweise den Igel unterstützen möchte, sollte ihnen vor allem eines lassen: Ruhe und natürliche Lebensräume wie naturnahe Gärten", erklärt Matthias Amon, stellvertretender Leiter des Wildtierservice Wien. Besonders gefährlich wird es dann, wenn Gartengeräte zum Einsatz kommen - Mähroboter und Freischneider sollten am besten nur tagsüber laufen. Vor dem Einschalten ist es immer ratsam zu prüfen, ob sich Wildtiere im Arbeitsbereich aufhalten. Darüber hinaus sollten Hunde im Waldgebiet und in empfindlichen Lebensräumen an der Leine bleiben.

Fledermäuse, Igel und Siebenschläfer halten Winterschlaf, während Eichhörnchen und Dachse ihre Aktivität zurückfahren - sie bleiben zeitweise wach. Rehe, Füchse, Wildschweine und viele Vögel sind hingegen auch in den Wintermonaten unterwegs. Wer verletzte oder offenkundig geschwächte Wildtiere entdeckt, kann sich an das Wiener Wildtierservice unter 01/4000-49090 wenden, das täglich von 7:30 bis 22 Uhr besetzt ist. In Notfällen ist außerhalb dieser Zeiten die Nummer 01/4000 erreichbar.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden