Frankfurt

Halloween-Krawalle: Drei Viertel haben ausländischen Pass

Mehrere Polizisten in Schutzausrüstung stehen nachts im Einsatz in einer abgesperrten Innenstadt.
© IMAGO/Richie Sanders Presse
Nach den Ausschreitungen in Frankfurt am Main im Anschluss an die Halloween-Demonstrationen der Initiative "Gen Z regelt" hat die Frankfurter Polizei Zahlen zur Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen veröffentlicht.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Proteste starteten am Nachmittag des 31. Oktober zunächst friedlich unter dem Motto der Jugendbewegung "Gen Z regelt", die unter anderem für soziale Gerechtigkeit und bessere Bildung demonstrierte.

Hitzige Diskussion in Deutschland

Nach Einbruch der Dunkelheit eskalierte die Situation, und es kam zu massiven Ausschreitungen, Plünderungen, Sachbeschädigungen sowie zu gezielten Angriffen auf Polizeikräfte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik.

Wie die "Bild" jetzt schreibt, in Berufung auf eine Anfrage von "Apollo News", haben rund drei Viertel der Tatverdächtigen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ein Teil dieser Personen verfügt zusätzlich über den deutschen Pass (Doppelstaatsbürger). Etwa die Hälfte der Verdächtigen hat demnach einen deutschen Pass. Von diesen besitzt aber wiederum ungefähr jeder Zweite noch eine weitere Staatsangehörigkeit, so der Bericht.

Die Veröffentlichung der Zahlen befeuert die ohnehin hitzige politische Diskussion in Deutschland. Während Politiker wie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt harte Konsequenzen fordern und von "Chaoten aus dem migrantischen Milieu" sowie linksextremen Gruppen sprachen, warnen Kritiker – darunter die Linkspartei und der Zentralrat der Muslime – vor Vorverurteilungen und einem Generalverdacht gegen Migranten.

Bildungs- und Integrationsexperten mahnen zudem an, neben der strafrechtlichen Verfolgung auch die tieferliegenden gesellschaftlichen Ursachen und Integrationsprobleme zu prüfen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden