Die komplette Bilanz

Halloween-Horror: Anzeigen & Festnahmen in ganz Österreich

Mehrere Polizisten nehmen eine Person vor einem Polizeiwagen in Salzburg fest.
© Vogl-Perspektive
Europaweit gab es Aufrufe zu Gewalt und Vandalismus in der Halloween-Nacht. Die österreichische Polizei sorgte jedoch mit einem großen Aufgebot und präventiven Maßnahmen für Beruhigung.
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Die Vorbereitungen des Innenministeriums umfassten eine starke uniformierte Präsenz im öffentlichen Raum. Bundesweit befanden sich viele hundert Beamtinnen und Beamte zusätzlich zum Regeldienst im Einsatz. Die Sicherheitskräfte setzten auf konsequentes Einschreiten und ein starkes Kräftekalkül, das von Sondereinheiten flankiert wurde, um Störungen direkt im Ansatz zu unterbinden.

"Danke an unsere Polizei in allen Bundesländern. Umsichtige Vorbereitung, wirksame Schwerpunktmaßnahmen im Vorfeld und professionelles Abarbeiten sowie konsequentes Einschreiten haben das gesamte Einsatzgeschehen geprägt. Im Vergleich zu anderen europäischen Städten ist es in Österreich relativ ruhig verlaufen. Wir werden und müssen auch in Zukunft alles tun, um Krawalle und Gewalt in diesem Ausmaß bei uns in Österreich zu verhindern", so Innenminister Gerhard Karner zu den gestrigen Einsätzen: "Es gilt null Toleranz gegenüber Extremismus und Zerstörungswut".

Bilanz der polizeilichen Festnahmen

Nach der vorläufigen Bilanz kam es österreichweit zu 16 Festnahmen. Zwei dieser Festnahmen betrafen Brandstiftung oder schwere Sachbeschädigung an Streifenwägen in Wien. Verletzte Polizistinnen und Polizisten wurden keine gemeldet. Im Rahmen der hohen Polizeipräsenz wurden bei Verdachtslagen mehrere tausend Identitätsfeststellungen durchgeführt.

Hunderte Anzeigen und Sicherstellungen

Im Zuge der Kontrollen gab es mehrere hundert Anzeigen wegen Pyrotechnikmissbrauchs sowie wegen strafrechtlich relevanter Delikte wie Sachbeschädigung. Überdies wurden mehrere hundert Verstöße gegen Pyrotechnikvorschriften direkt vor Ort mittels Organstrafmandaten sanktioniert. Die Beamtinnen und Beamten stellten insgesamt hunderte Kilogramm Pyrotechnik sicher.

Ermittlungen und Prävention im Vorfeld

Bereits am 30. Oktober 2026 wurden in Wien und Niederösterreich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien sechs Hausdurchsuchungen abgewickelt. Der Anlass dafür waren in sozialen Medien verbreitete Aufrufe zu Plünderungen und strafbaren Handlungen in der Halloween-Nacht. Vier Tatverdächtige wurden zur Vernehmung vorgeführt, zudem sicherten die Beamtinnen und Beamten mehrere Waffen sowie Datenträger. Die Ermittlungen dazu dauern an.

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