"Wie gut ein Gesundheitssystem funktioniert, zeigt sich nicht in Organigrammen und Strukturplänen, sondern dann, wenn ein Mensch Hilfe braucht", sagt Hergovich. Auf noe.spoe.at/gesundheit können Patienten, Angehörige und Beschäftigte vertraulich ihre Erfahrungen schildern, auch anonym.
Als Beispiel nennt er die Gesundheitstour 2024: Eltern berichteten von langen HNO-Wartezeiten, daraus wurde "HNÖ hilft" in Klosterneuburg. "Zuhören kann etwas verändern", so Hergovich.
Rot: Zuhören
Auch SPÖ-Gesundheitssprecher Rudi Silvan sieht ein Frühwarnsystem: "Wenn uns aus verschiedenen Teilen Niederösterreichs immer wieder dasselbe Problem gemeldet wird, ist das kein Einzelfall mehr." Zudem warnt er: "Medizinische Versorgung darf nicht vom Einkommen abhängen."
Beim Notarzt bleibt Hergovich hart: "Zuerst müssen die versprochenen Verbesserungen und Ersatzmaßnahmen funktionieren. Kein Risiko im Notfall."
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Schwarz: Konter
VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner holt zum Gegenschlag aus: "Rotes Kreuz und Samariterbund haben die entsprechenden Ersatzmaßnahmen vorbereitet. Die Fakten liegen auf dem Tisch." Hergovich nennt er "Verunsicherungslandesrat".
Kritiker sehen in der Plattform eine Art Whistleblowing-Stelle, also quasi "modernes Vernadern". Zauner wirft Hergovich vor, der Patientenanwaltschaft Konkurrenz zu machen und Populismus "hemmungslos zur Schau" zu stellen. Sein Urteil: "Angst schüren ist keine Gesundheitspolitik!"
In diesem Sinne: Es bleibt spannend im großen Konflikt um die Notarztstandorte im Land, die radikal runtergestrichen werden soll. So sieht es jedenfalls das Land vor.
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