Die Transportbranche der Ostregion stellt sich geschlossen gegen eine angekündigte Maut, die ab Jänner 2027 zunächst auf drei burgenländischen Landesstraßen eingeführt werden soll. Betroffen davon sollen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sein, für die je nach Größe und Gewicht digitale Jahresvignetten zwischen 650 und 1.000 Euro fällig werden. Für einen Betrieb mit zehn Lkw könnten dadurch auf einen Schlag Mehrkosten von bis zu 10.000 Euro entstehen.
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Auch in Niederösterreich sorgt das Vorhaben für Kritik. Viele Unternehmen sind täglich grenzüberschreitend zwischen Wien, Niederösterreich und dem Burgenland unterwegs. Es wird eindringlich davor gewarnt, dass die zusätzlichen Kosten entlang der gesamten Lieferkette (Baustellen, Zusteller, Supermärkte) weitergegeben werden - und am Ende die Konsumenten mit voller Härte treffen.
Transportwirtschaft schon jetzt unter Druck
"Die österreichische Transportwirtschaft steht bereits heute unter enormem wirtschaftlichem Druck. Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, massive Investitionen in die Dekarbonisierung sowie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Mautkosten belasten unsere Betriebe massiv. Eine zusätzliche Maut auf Landesstraßen ist daher das völlig falsche Signal und für viele Unternehmen schlicht nicht mehr tragbar", betont Markus Fischer, Niederösterreichs Obmann für das Güterbeförderungsgewerbe.
Nach Angaben der Transporteure werden 82 Prozent aller Waren in Österreich über Distanzen von höchstens 80 Kilometern befördert. Die geplante Maut würde daher vor allem regionale Betriebe treffen und weniger den internationalen Transitverkehr. Die Wirtschaftskammer-Vertreter der drei Bundesländer appellieren deshalb an die burgenländische Landespolitik, ihre Pläne noch einmal zu überdenken. Aus ihrer Sicht braucht die Wirtschaft gerade jetzt Entlastung statt neuer Kosten, die letztlich auf die Bevölkerung abgewälzt würden.
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