Razzia ungültig

Ex-Prinz Andrew erzielt Sieg gegen die Polizei

Ein älterer Mann im Anzug steht im Freien vor einem Zaun und grünem Hintergrund.
© APA/AFP/POOL/KIRSTY WIGGLESWORTH
Die Hausdurchsuchungen bei Ex-Prinz Andrew waren rechtswidrig.
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London. Die britische Polizei hat nach Justizangaben eingeräumt, dass die Hausdurchsuchungen im Februar beim früheren Prinzen Andrew rechtswidrig waren. Ein Richter am High Court in London erklärte laut der Polizei von Thames Valley am Donnerstag, dass die Durchsuchungen, die mit der vorübergehenden Festnahme des Bruders von König Charles III. verbunden waren, "aufgehoben" worden seien. Demnach beantragte die Polizei jedoch, die dabei beschlagnahmten Gegenstände behalten zu können.

Der 66-Jährige hatte nach Angaben der Justiz vom Montag die nachträgliche Aufhebung der Durchsuchungsbeschlüsse beantragt. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den Beziehungen von Andrew zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

66-Jähriger wurde im Februar kurzzeitig festgenommen

Im Rahmen ihrer Ermittlungen hatte die Polizei Durchsuchungsbeschlüsse für das Anwesen von Andrew Mountbatten-Windsor im englischen Sandringham und seine frühere königliche Lodge in Windsor erwirkt. Am 19. Februar - seinem Geburtstag - wurde der Bruder des Königs in Sandringham festgenommen. Er kam noch am selben Tag wieder frei. Bei den Ermittlungen geht es um mutmaßlichen Amtsmissbrauch. Andrew weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.

Charles III. hatte seinem Bruder wegen des Epstein-Skandals bereits Ende vergangenen Jahres alle Titel und Ehren entzogen, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren. Die US-Australierin hatte sich im April vergangenen Jahres mit 41 Jahren das Leben genommen. In ihren einige Monate später veröffentlichten Memoiren erneuerte Giuffre detailliert ihren Vorwurf, der damalige Prinz Andrew habe Sex mit ihr gehabt, als sie erst 17 Jahre alt war. Andrew weist diese Vorwürfe zurück.

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