Kurz vor US-Wahl

Druck wächst: Wirtschaftsbosse wenden sich von Trump ab

Ein Mann wirft eine rote Mütze in eine jubelnde Menschenmenge auf einer Wahlkampfveranstaltung.
© APA/AFP/KENT NISHIMURA
Jahrelang suchten viele US-Konzerne die Nähe zu Donald Trump, um von seinen Entscheidungen zu profitieren. Jetzt wächst die Nervosität vor den Zwischenwahlen am 3. November. Immer mehr Unternehmen bemühen sich wieder um Kontakte zu den Demokraten.
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Meta, Paramount, Skydance und andere Unternehmen setzen zunehmend auf frühere Mitarbeiter demokratischer Regierungen, um ihre Kontakte zur Partei auszubauen. Gleichzeitig bereiten sich Firmen auf mögliche Untersuchungen vor, falls die Demokraten im Kongress mehr Macht gewinnen.

Wirtschaft schlägt politischen Kurswechsel ein

Auch bei den Spenden zeigt sich eine Verschiebung. Laut einer Auswertung des "Economist" flossen im zweiten Quartal 2026 insgesamt 33 Prozent der untersuchten Spenden von Wirtschaftsführern und ihren Familien an die Demokraten. Im gesamten Jahr 2025 waren es noch 31 Prozent gewesen.

Ohne die zehn größten Geldgeber, darunter Elon Musk, lag der Anteil im zweiten Quartal sogar bei 51 Prozent. Im Vorjahr waren es in dieser Vergleichsgruppe noch 36 Prozent. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Teile der Wirtschaft ihre politische Unterstützung neu ausrichten.

Demokraten könnten Unternehmen unter Druck setzen

Ein Mann im Anzug tritt durch blaue Vorhänge vor eine US-Flagge und hält eine weiße Kappe.
Ein vollständiger Bruch mit Trump ist für viele Firmen allerdings keine Option. © APA/AFP/KENT NISHIMURA

Sollten die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus gewinnen, könnten sie Unternehmensunterlagen anfordern, Anhörungen ansetzen und Manager vor Ausschüsse laden. Besonders heikel wären mögliche Untersuchungen zu politischen Spenden, Regierungskontakten und Geschäftsbeziehungen.

Einige Unternehmen lassen deshalb bereits ihre interne Kommunikation und frühere Entscheidungen prüfen. Andere versuchen, durch Gespräche mit Abgeordneten mögliche Konflikte zu entschärfen.

Zwischen Trump und den Demokraten

Ein vollständiger Bruch mit Trump ist für viele Firmen allerdings keine Option. Die Regierung entscheidet weiterhin über wichtige Regeln, Aufträge und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Unternehmen müssen deshalb gleichzeitig ihre Beziehungen zu den Demokraten verbessern und den Kontakt zum Weißen Haus aufrechterhalten.

Der politische Poker geht damit in die nächste Runde: Firmen wollen für mögliche Machtverschiebungen gewappnet sein – ohne ihre bestehenden Geschäftsbeziehungen aufs Spiel zu setzen.

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