Im bäuerlichen Kalender gilt das Marienfest zur Geburt von Maria, der Mutter Jesu Christi, als ein wichtiger Wendepunkt am Übergang vom Sommer zum Herbst. Gleich drei alte Überlieferungen verknüpfen dieses Ereignis in der Kirche mit der Natur, der Aussaat auf den Feldern und dem Verhalten von Schwalben. Die bekannteste Bauernregel besagt: "Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält, so ist’s noch vier Wochen bestellt."
Der Gedenktag, der sich aus einem Weihefest in Jerusalem entwickelte, wird am Dienstag gefeiert. An diesem Tag scheint laut der Prognose von "GeoSphere Austria" zunächst in weiten Teilen Österreichs die Sonne bei Höchstwerten von 25 bis 33 Grad. Über Mittag bilden sich jedoch Quellwolken und besonders in den südlichen Landesteilen muss mit Regenschauern gerechnet werden.
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Am Mittwoch sorgt eine Störungszone in Österreich für einen Umschwung mit dichten Wolken und Regen, vor allem im Westen und Nordwesten. Am Donnerstag wird es dann im ganzen Land wieder sonniger, bevor ganz im Westen zum Abend hin neue Wolken aufziehen.
Wetter für vier Wochen vorhergesagt
Kann ein einziger Tag das Klima für einen ganzen Monat bestimmen? Laut Meteorologen ist das nicht verlässlich. Eine belastbare Aussage für so einen langen Zeitraum lässt sich aus einem bestimmten Datum schlichtweg nicht ableiten. Seriöse Prognosen sind meist nur etwa zehn Tage im Voraus zuverlässig.
Der beste Zeitpunkt zur Aussaat
Eine weitere Überlieferung lautet: "Wird Mariä Geburt gesät, ist’s nicht zu früh und nicht zu spät." Diese Regel beschreibt den Termin als günstig für Arbeiten am Feld, da der Boden nach dem warmen Sommer noch ausreichend Temperatur gespeichert hat. Allerdings hängt der ideale Moment immer von der jeweiligen Region, der Feuchtigkeit im Boden und der genauen Pflanzenart ab. Ein starrer Termin reicht hier nicht aus.
Flug der Schwalben als Indiz
Auch das Verhalten von Vögeln wird traditionell genau beobachtet. "Zu Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah." Viele Tiere ziehen im Spätsommer tatsächlich Richtung Süden, weil Insekten bei kühlerem Wetter knapper werden und sich die Tage merklich verkürzen. Bleiben einzelne Schwalben länger, bedeutet das aber nicht zwingend, dass der Winter noch fern ist. Auch Temperatur, Nahrungsangebot und Wind spielen beim Abflug eine entscheidende Rolle.
Solche alten Sprüche fassen zwar praktische Erfahrungen aus früheren Zeiten zusammen, liefern aber keine exakte Vorhersage.
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