Jahres-Tief

Darum fällt die Aktie von McDonald's immer weiter

McDonald's Restaurant mit goldenem Logo und roter Backsteinfassade bei blauem Himmel.
© NurPhoto via Getty Images
Ein monatelanger Abwärtstrend und eine schwache US-Kundenfrequenz setzen die McDonald's-Aktie unter Druck. Trotz Umbauprogramm erreichte das Papier nun ein neues Jahrestief an der Börse.
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Die McDonald's-Aktie fiel am Donnerstag an der NYSE auf ein neues 52-Wochen-Tief von 259,85 US-Dollar und schloss mit einem Minus von 2,57 Prozent bei 260,06 US-Dollar. Damit wurde der bisherige Jahrestiefstand vom 23. Juli unterschritten. Der seit rund sechs Monaten anhaltende Abwärtstrend setzt sich somit weiter fort. Am Freitag zeigt sich im Handel eine leichte Gegenbewegung, bei der die Aktie zeitweise um 1,65 Prozent auf 264,35 US-Dollar zulegt.

Jahrestief bestätigt anhaltende Schwäche

Nach einer Analyse von 24/7 Wall St. bewegt sich der Titel seit rund sechs Monaten in einem Muster aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs, ohne dass sich bislang eine stabile Bodenbildung abzeichnet. Bisherige Erholungsversuche ebbten jeweils vorzeitig ab.

Hauptursache für die Kursschwäche ist die anhaltend schwache Kundenfrequenz im US-Heimatmarkt. Im zweiten Quartal 2026 legten die globalen vergleichbaren Umsätze zwar um 1,3 Prozent zu, in den USA jedoch nur um 0,8 Prozent. Konzernchef Chris Kempczinski räumte in der Telefonkonferenz zu den Zahlen ein, dass kein Strategieproblem vorliege, das Unternehmen im Quartal jedoch auf operativer Ebene nicht die nötige Umsetzung geliefert habe.

Personalwechsel und neue Automatisierung

Als Reaktion berief McDonald's Anfang August Skye Anderson zur neuen Präsidentin der US-Sparte. Sie folgt auf Joe Erlinger, der diesen Bereich über sechs Jahre lang leitete. Zudem treibt der Konzern die Initiative McDonald's NEXT voran. Diese setzt stärker auf die Automatisierung von Bestellprozessen und Abläufen in der Küche, um die operative Marge zu schützen. Details zu Refranchising-Plänen sowie dem Ausblick für Verwaltungskosten sollen auf einem Investorentag im September folgen. Operativ verzeichnete das zweite Quartal 2026 Fortschritte: Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg um 6 Prozent, während der Konzernumsatz auf 7,10 Milliarden US-Dollar kletterte.

Analysten sehen weiterhin Potenzial

Trotz der Kursschwäche bleibt der Analystenkonsens mehrheitlich positiv. Von 24 bei TipRanks erfassten Häusern stufen 14 die Aktie mit Buy ein und zehn mit Hold, während kein Institut zum Verkauf rät. Das mittlere Kursziel wird mit 317,18 US-Dollar angegeben, bei einer Spanne von 280 bis 390 US-Dollar.

Ob sich der Abwärtstrend fortsetzt oder eine Stabilisierung gelingt, dürfte sich am Investorentag im September entscheiden, wenn weitere Details zur NEXT-Strategie und zum Refranchising-Ausblick vorgelegt werden. Auch die Entwicklung der US-Gästezahlen im weiteren Jahresverlauf bleibt ein zentraler Beobachtungspunkt.

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