Wirbel

China droht: Streit um Mediamarkt-Übernahme

Smartphone mit geöffneter AliExpress-App vor verschwommener chinesischer Flagge im Hintergrund.
© NurPhoto via Getty Images
Die EU will den chinesischen Käufer JD.com vor dem 2,2-Milliarden-Euro-Deal überprüfen. China gefällt das nicht: Organisationen und Personen dürfen bei Auskunftsersuchen in China nicht unterstützen.
OE24 auf Google bevorzugen

China hat der Europäischen Union wegen ihrer Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com mit Gegenmaßnahmen gedroht. Sollte die EU an ihrem Vorgehen festhalten, werde Peking entschlossen reagieren, teilte das chinesische Justizministerium mit.

Peking: "Umfangreiche und unnötige Informationen aus China"

Zugleich verbot Peking Organisationen und Einzelpersonen, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen aus China verlangt zu haben.

EU prüft mögliche Subventionen

Die EU-Kommission prüft die geplante Übernahme seit Mai genauer. Sie untersucht, ob JD.com Subventionen aus China erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könnten. Dabei geht es unter anderem um günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse. JD.com weist die Bedenken zurück.

Das Angebot des chinesischen Onlinehändlers bewertet Ceconomy mit rund 2,2 Milliarden Euro. Zu dem Düsseldorfer Konzern gehören MediaMarkt und Saturn. Das Bundeskartellamt hat die Übernahme bereits freigegeben. Die Prüfung der EU läuft davon getrennt. In Österreich gibt es rund 50 Mediamarkt-Filialen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden