Historischer Frühstart

So früh wie noch nie: Sturmzeit hat schon begonnen

Ein Glas Weißwein und grüne Weintrauben auf weißem Untergrund im Sonnenlicht.
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Normalerweise verbinden wir die Sturmzeit mit kühleren Herbsttagen und buntem Laub. 2026 beginnt die Saison jedoch ungewöhnlich früh: Schon jetzt im August ist der erste Sturm erhältlich, so früh wie noch nie.
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Wer in diesen Tagen durch Österreichs Weinbauregionen fährt, dürfte seinen Augen kaum trauen: Wo sonst Ende August noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht, sind die Winzer bereits eifrig bei der Arbeit. In der Südsteiermark, dem burgenländischen Seewinkel und in Teilen Niederösterreichs hat die Weinlese bereits begonnen. Experten sprechen ganz offiziell von der „historisch frühesten Weinlese“.

Der Grund: Extreme Hitze und Trockenheit

Der Grund für diesen verfrühten Start ist das Wetter. Eine extreme Hitze- und Trockenheitsperiode über den Sommer hinweg hat die Vegetation massiv vorangetrieben. Die Reben liegen in diesem Jahr laut dem Österreichischen Weinbauverband stolze zwölf Tage vor dem langjährigen Durchschnitt.

Gelbe Trauben hängen an einem Weinstock neben einem großen grünen Blatt in der Sonne.
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Um zu verhindern, dass die Trauben an den Stöcken vertrocknen oder ihre wichtige Säurestruktur verlieren, mussten die Weinbauern schnell handeln. Die frühreifen und leichteren Rebsorten, wie Bouvier, Müller-Thurgau, Frühroter Veltliner und Blauer Wildbacher (bekannt für den Schilcher), wurden daher schon ab Mitte August geerntet.

Was bedeutet das für den Sturm 2026?

Die gute Nachricht zuerst: Der Sturm ist bereits da. Die gepressten Moste gären mittlerweile munter in den Kellern und die ersten Fässer des süß-prickelnden Naturgetränks sind auf dem Weg in die Heurigen, Buschenschänken und Supermärkte. Egal ob weißer Sturm, der kräftigere rote oder der bei vielen beliebte Schilchersturm aus der Steiermark, die Vielfalt steht schon bald bereit.

Zwei Gläser Traubensaft, grüne Weintrauben und ein Blumengesteck auf einem sonnigen Holztisch.
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Die etwas schlechtere Nachricht: Durch den Regenmangel haben die Trauben heuer weniger Gewicht und einen deutlich geringeren Saftanteil. Die Winzer rechnen aktuell mit Einbußen bei der Erntemenge von bis zu einem Drittel im Vergleich zum starken Vorjahr 2025. Wir müssen unsere Gewohnheiten dieses Jahr also etwas anpassen. Statt im Pullover genießen wir das Kultgetränk heuer im T-Shirt auf der noch warmen Terrasse.

So lagern Sie Sturm richtig

Sturm ist kein fertiger Wein, sondern ein "lebendiges" Getränk. Die Hefe in der Flasche arbeitet weiter und wandelt den Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure um. Schrauben Sie die Flasche deshalb niemals fest zu. Wenn das entstehende Gas nicht entweichen kann, baut sich ein Druck auf und die Flasche könnte im Kühlschrank explodieren. Deshalb haben die Deckel von Sturmflaschen meist ein kleines Loch oder dürfen nur locker aufgesetzt werden. Das bedeutet auch: Sturm immer zwingend aufrecht transportieren und lagern, sonst gibt es eine Sauerei im Kofferraum.

Da Sturm schnell weitergärt und sich der Geschmack von Tag zu Tag verändert, sollte er rasch getrunken und kühl gelagert werden.

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