Gefährlicher Stunt

Carsurfing-Challenge: Teenager (16) in Lebensgefahr

Geöffneter Rettungswagen mit Blaulicht im Sonnenuntergang, Blick ins Innere des Fahrzeugs.
© Getty Images
Ein 16-Jähriger ist nach einem schweren Carsurfing-Unfall in der Steiermark in Lebensgefahr. Der Jugendliche stürzte in der Nacht auf Montag von einem fahrenden Auto und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.
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Stmk. Die folgenschweren Ereignisse spielten sich kurz nach Mitternacht auf dem Parkplatz eines Supermarktes in St. Margarethen an der Raab im Bezirk Weiz ab. Insgesamt fünf Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren waren an der Challenge beteiligt. Vier von ihnen standen auf der hinteren Stoßstange des Autos und hielten sich an der Dachreling fest.

Ein 18-Jähriger saß am Steuer und fuhr eine Runde über den Parkplatz. Während der Fahrt verlor der 16-Jährige den Halt und stürzte auf den Asphalt. Dabei erlitt er schwere Verletzungen am Kopf und verlor viel Blut. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Jugendliche bewusstlos und nicht ansprechbar.

Nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz und einen Notarzt wurde der 16-Jährige aufgrund seiner lebensgefährlichen Verletzungen in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Anschließend brachte ihn der Notarzthubschrauber C17 in den Schockraum der Kinderchirurgie Graz.

Der 18-jährige Lenker war laut Polizei nicht alkoholisiert. Die Ermittlungen zum Unfall laufen.

Bereits im Juli ähnlicher Unfall

Erst im Juli war es in Leibnitz zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Damals stürzte ein 19-Jähriger während einer Carsurfing-Aktion - ebenfalls auf dme Parkplatz eines Supermar ktes . von einem fahrenden Auto und schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Auch er befand sich zeitweise in Lebensgefahr.

Jugendforscherin Elena Hammer sieht bei solchen Mutproben unter anderem den Wunsch nach Anerkennung als möglichen Auslöser. Jugendliche würden Risiken häufig anders bewerten als Erwachsene. Gleichzeitig könne gefährliches Verhalten innerhalb einer Gruppe Aufmerksamkeit und Anerkennung bringen. Und: Für manche erhöhen Tiktok, Instagram und Co. die Bereitschaft, gefährliche Dinge und Stunts für die (Handy-)Kameras zu unternehmen.

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