In Kärnten

Brutal: Bruder wollte Schwester den Teufel austreiben

Mann trampelt Tochter bei Exorzismus tot
© Getty
Mittelalterliche Sitten in Kärnten: Ein Mann, der sich als Exorzist gerierte, wird wegen Freiheitsentziehung angeklagt. Er soll seine psychisch kranke Schwester gefesselt und gequält haben.
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Ktn. Der Fall einer Teufelsaustreibung - und das im Jahr 2026 - soll sich im Mai ereignet haben. Die Schwester des Mannes leidet an paranoider Schizophrenie, so das Gericht. Das habe der Angeklagte, der momentan eine Haftstrafe absitzt, aber negiert und wollte die psychisch Kranke auf seinen Weise "heilen".

Dazu habe er die Frau etwa zwanzig Stunden lang abwechselnd mit einer Katzenleine und mit einem Gürtel an Händen und Beinen gefesselt. Dadurch habe sich die Frau über Stunden hinweg fast nicht bewegen können. Außerdem habe er ihr zwei Stunden lang den Mund mit Klebeband zugeklebt und ihren Kopf fixiert, wodurch seine Schwester auch ohnmächtig geworden sein soll.

Dem Kärnten Exorzisten wird Freiheitsentziehung vorgeworfen, ihm drohen ein bis zehn Jahre Haft, teilte das Landesgericht Klagenfurt mit. Zur Erklärung des hohen Strafrahmens: Eigentlich steht auf Freiheitsentziehung bis zu drei Jahren Haft - geschieht die Tat aber auf solche Weise, "dass sie dem Festgehaltenen besondere Qualen bereitet", so das Strafgesetzbuch, dann erhöht sich der Strafrahmen auf ein bis zehn Jahre. Der Prozess am Montag, dem 31. August, ist  vorerst für vier Stunden anberaumt.

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