Letztes Jahr war es "Elch Emil", jetzt sucht er einen Nachfolger: Die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch (GSÖD) hat die Kandidatenwörter für das Wort des Jahres 2026 veröffentlicht. Für das Wort des Jahres sind neun Kandidaten im Rennen. Dazu gehören neben "Hitzesommer" und "Hydration Break" auch der "Österreichaufschlag" (Preisaufschläge, bei denen in Österreich für identische Markenprodukte deutlich mehr bezahlt werden muss als etwa in Deutschland) und der "Schlapfenradius" (eine kurze Entfernung, innerhalb derer man wichtige Angebote zu Fuß und in Hausschuhen erreichen kann). Auch die "Koralmbahn" ist auf der Shortlist gelandet.
Jugendwort mit "Dayummm" und "Clock it"
Die Palette beim Jugendwort reicht von "Du bist gut genug" (aus einem Song, der sich im Frühling rasant in den sozialen Netzwerken ausbreitete), über "bodenlos" (mies, schlecht, unfassbar), bis hin zu "dayummm" (eine Abwandlung von "damn", bedeutet so viel wie krass oder verdammt). Weitere Kandidaten für das Jugendwort 2026 sind: "Clock it" ("merk dir das" oder "schau genauer hin"), "fine shyt" (eine Steigerung von attraktiv), "goonen" (sinnloses Zeitverschwenden wie Dauersurfen), die "Oaschbude" für Frustration über den Arbeitsplatz oder die Schule, "tuff" (cool oder krass) und "Zag Haxn" (mach schneller).
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"Remigration" und "Klimahysterie" als Unwort nominiert
Die Liste der Kandidatenwörter für das Unwort des Jahres reicht von "Klimahysterie" bis "Lifestyle-Teilzeit", einer Kreation von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), mit der er aussagen wollte, dass die Teilzeitwelle unseren Sozialstaat gefährdet. "Remigration" als Lieblingswort der Rechten steht ebenfalls zur Wahl.
Die Vorauswahl zu Spruch und Unspruch des Jahres ist überschaubarer. Hier stehen je drei Zitate zur Auswahl. Zu den Unsprüchen gehört selbstverständlich der Satz, mit dem Bundeskanzler Christian Stocker Frauen in ganz Österreich brüskiert hat. "Also Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit, weil Kinderbetreuung für mich ... Ich würde das nicht als Arbeit sehen. Ich sag's ganz ehrlich."
Das Voting läuft ab sofort bis 1. Dezember 2026 auf oewort.at. Die Gewinner werden am 3. Dezember durch die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch in Graz bekanntgegeben.
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