Ab 1. März
Alkoholverbot am Linzer Bahnhof ab Frühling geplant
Wie beim Sicherheitsgipfel im Mai vorgesehen, haben am Donnerstag die vier eingesetzten Arbeitsgruppen ihre bisherigen Ergebnisse der Linzer Stadtregierung präsentiert.
Videoüberwachung Bahnhof
Ein Schwerpunkt lag auf Hauptbahnhof, Bahnhofsvorplatz und Bahnhofspark. Empfohlen werden u.a eine Videoüberwachung von Vorplatz und Bahnhofspark sowie eine bessere Beleuchtung. Die Polizei beurteilt eine Videoüberwachung dort als sinnvoll. Die Stadt bereitet daher in enger Abstimmung mit der Polizei und den ÖBB die bauliche Installation von Videoüberwachung vor und wird im kommenden Budget dafür auch entsprechende Mittel einplanen. Die Überwachung soll dann – wie bereits etwa auch in der Altstadt – durch die Polizei erfolgen.
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Alkoholverbot Bahnhof
Auch ein Alkoholverbot für Bahnhofsgebäude, Vorplatz und Bahnhofspark wurde besprochen. Dieses soll jedenfalls mit sozialarbeiterischen Begleitmaßnahmen verbunden werden und in laufender Abstimmung mit den ÖBB voraussichtlich am 1.3.2027 in Kraft treten. Für die Einführung und Kontrolle des Alkoholverbots im Bahnhofsgebäude sind die ÖBB zuständig, für den Bereich vor und rund um den Hauptbahnhof wird die Bezirksverwaltungsbehörde eine ortspolizeiliche Verordnung zur Beschlussfassung im Gemeinderat vorbereiten. Die Einhaltung des Alkoholverbotes wird vom Ordnungsdienst kontrolliert werden.
"Das Alkoholverbot am Bahnhof ist höchst an der Zeit. Für mehr Sicherheit in Linz braucht es aber deutlich Mehr!", sagt Vzbg. Martin Hajart (ÖVP), der sich mehr konkrete Maßnahmen erwartet hat.
Gewaltschutz
Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne): "Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und geht uns alle an. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe, deren Empfehlungen ich allesamt unterstütze. Was endlich notwendig ist: dass Männer Verantwortung für Männergewalt übernehmen. Den Ausbau von Burschen – und Kritischer Männerarbeit halte ich daher für zentral."
Suchtmittel
Im Bereich Suchtmittel beschreibt die Arbeitsgruppe eine hohe Verfügbarkeit sowie eine zunehmende Bedeutung von Kokain, Methamphetamin und Ketamin. Auch sinkendes Einstiegsalter, Mischkonsum und digitale Vertriebswege werden als Herausforderungen genannt. Die Stadt Linz wird an das Land Oberösterreich herantreten, um eine gemeinsame Sucht- und Präventionsstrategie für den Zentralraum zu erarbeiten.
Psychische Probleme
Bei der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung wurden unter anderem Wartezeiten von bis zu sechs Monaten, fehlende aufsuchende Nachbetreuung und Probleme beim Informationsaustausch zwischen Einrichtungen identifiziert. Als mögliche Verbesserungen nennt die Arbeitsgruppe standardisierte Abläufe zwischen Polizei, Krisendienst und Neuromed Campus, eine bessere Begleitung nach Klinikaufenthalten, ein Buddy-System sowie einen rascheren Zugang zu psychosozialer Beratung.
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