Dienstwagen-Eklat

AfD bittet Elon Musk um Tesla

Mehrere Menschen in Geschäftsanzügen unterhalten sich bei einer Wahlveranstaltung in Berlin.
© APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER
Nach der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten zog BMW sein Leasing-Angebot zurück. Nun wendet sich eine Parteikollegin an Elon Musk und bittet um einen Tesla als Dienstwagen.
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Deutschland. Nach der Wahl von Tobias Rausch (AfD) zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt hat BMW sein Leasing-Angebot für dessen Dienstwagen zurückgezogen. Rausch, der am Dienstag mit 48 Stimmen – mutmaßlich auch aus den Reihen der CDU – gewählt wurde, könnte damit ab November ohne Fahrzeug dastehen, wie "Bild" berichtet. In einem offenen Brief zeigte er sich über die Entscheidung "groß verwundert" und "persönlich enttäuscht".

Beatrix von Storch fragt bei Elon Musk an

Als Reaktion wandte sich AfD-Bundestagsfraktionsvize Beatrix von Storch direkt an Elon Musk. Auf X fragte sie den Tesla-Chef, ob sein Unternehmen ein Fahrzeug stellen könne. Eine Antwort steht noch aus. Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr: Musk äußerte in der Vergangenheit mehrfach Sympathien für die AfD, interviewte Parteichefin Alice Weidel und gratulierte zum Wahlsieg in Sachsen-Anhalt.

Möglicher Traditionsbruch und Moped-Protest

Traditionell nutzen deutsche Spitzenpolitiker Dienstwagen deutscher Hersteller. Da derzeit weder von Audi noch von Mercedes Leasing-Angebote vorliegen, würde ein Tesla-Einsatz einen Bruch mit dieser Tradition bedeuten.

AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund kündigte unterdessen aus Protest einen eigenen Weg an: "Da BMW mit Demokratie offenbar wenig am Hut hat", wolle er im Dezember auf seinem Kultmoped Simson zur Staatskanzlei fahren.

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