Bei Sporting

3:2! LASK schreibt trotz Skandaltoren Geschichte

Linzer ASK's Austrian forward #11 Sasa Kalajdzic (2L) celebrates scoring his team's second goal during the UEFA Champions League first round day 3 football match between Sporting CP and Linzer LASK at Jose Alvalade stadium in Lisbon, on October 21, 2026. (Photo by FILIPE AMORIM / AFP)
© APA/AFP/FILIPE AMORIM
Das ist er, der dritte Sieg in Folge gegen Sporting! Der LASK holt ohne Mithilfe der Schiedsrichter den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Champions League.
OE24 auf Google bevorzugen

Dabei musste sie immer wieder harte Rückschläge hinnehmen. Nach nur drei Minuten gab es den ersten, der auch noch enorm kontrovers war. Schiedsrichter Nicholas Walsh zeigte nach einem Tackling von Robert Ljubicic an Nestroy Irankunda auf den Elferpunkt.

Allerdings flog der Angreifer schon, bevor ihn der Linzer überhaupt berührte. Statt Schwalbe gab es aber trotzdem den Strafstoß, den Luis Suarez trocken verwandelte (5.).

LASK beweist sofort Moral

Doch der LASK steckte nicht auf und die Antwort dauerte auch nicht lange: Christoph Lang bekam den Ball an der Strafraumgrenze, nach der Annahme feuerte er aus der Drehung flach ins lange Eck – 1:1 (15.)!

Erst gegen Ende des ersten Abschnitts eroberten die Gastgeber die Kontrolle zurück, bei den Torchancen bekam Didi Kühbauers Truppe aber die Füße rechtzeitig dazwischen. Dennoch prüfte Lang Keeper Kaique Pereira in einem schön gespielten Konter (42.).

Jungwirth muss benommen raus

Auch in der zweiten Halbzeit gab es sofort einen Schock: Lukas Jungwirth stoppte einen Angriff der Portugiesen außerhalb des Strafraums, bekam dabei aber das Knie ins Gesicht. Der Torhüter wollte zwar weiterspielen, wurde aber durch Tobias Schützenauer (52.) ersetzt.

Auch dadurch ließen sie sich aber nicht aus der Konzentration bringen, Joao Tornich setzte einen Kopfball aber zu zentral auf den Torhüter (60.).

epa13321177 LASK Linz goalkeeper Lukas Jungwirth reacts after suffering an injury during the UEFA Champions League group stage soccer match between Sporting CP and LASK Linz in Lisbon, Portugal, 21 October 2026. EPA/JOSE SENA GOULAO
LUkas Jungwirth musste benommen hinaus © EPA

Linzer kontern zu schnell für Sporting

Es war nur ein Vorgeschmack: Nach einem Sporting-Eckball schalteten die Oberösterreicher blitzschnell um, Ljubicic verzögerte seinen Pass lange und fand dann perfekt Sasa Kalajdzic, der eiskalt einschob (63.)!

Und weil es so gut funktionierte, warum nicht gleich noch einmal? Wieder ging es schnell über das Feld, diesmal kam der Ball von Samuel Adeniran per Außenristpass zu Krysztof Danek, dessen Abschluss abgefälscht im kurzen Eck einschlug (68.). Verdient!

Drangphase brachte Anschlusstreffer

Der eingewechselte Schützenauer konnte sich beim Schuss von Suarez (75.) auch noch auszeichnen.

Erst danach ging der Sturmlauf der Grün-Weißen los und mündete auch in einem Treffer, wieder kontrovers. Bevor Suarez den Ball per Nachschuss im Tor versenkte, wurde ein Linzer im Mittelfeld gefoult – wieder ohne VAR-Eingriff (89.).

Der LASK zitterte sich in der Nachspielzeit durch, fuhr aber die ersten drei Punkte ein und darf damit weiter vom Aufstieg in die KO-Runde träumen.

Die Reaktionen

Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): "Das Spiel hat richtig gut angefangen. Der Elfmeter war sehr hart. Und wenn du dann weißt, dass Sporting bisher kein Spiel verloren hat, muss ich der Mannschaft ein unglaubliches Lob aussprechen. Das war eine unserer besten Leistungen. Du hast gesehen, dass die Jungs mit dem 1:1 wirklich daran geglaubt haben. Mit dem 2:1, 3:1 haben wir sie komplett aus der Balance gebracht."

Sasa Kalajdzic (LASK-Torschütze): "Ein topgeiles Gefühl. Ich habe daran geglaubt. Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Der Schiedsrichter war heute nicht wirklich in Form, das war kein Elfer. Wir haben uns aber nicht darauf ausreden müssen. Die Reaktion war super. Es war auch gut, dass wir (nach dem Ausfall von Jungwirth, Anm.) nicht in Schockstarre verfallen sind. Jeder Blödsinn gegen uns ist gepfiffen worden, aber für uns wird teilweise nichts gepfiffen. Deswegen bin ich so stolz auf die Mannschaft, weil wir uns mit allem gewehrt haben."

Christoph Lang (LASK-Torschütze): "Unfassbar, es ist ein unglaubliches Gefühl für uns alle. Die letzten sieben Minuten waren sehr lange. Unser Ziel war es, unser Spiel durchzuziehen; dann sind wir auch international ein gutes Team. Und auch, wenn wir sehr schlecht gestartet sind, haben wir heute das Selbstvertrauen gehabt. Heute werden wir zurecht ordentlich feiern."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden