Dunkle Mythen
Zeichen für Katastrophe: Das bedeutet der Orioniden-Schauer
Vom 19. bis 21. Oktober ist der jährliche Meteorstrom der Orioniden, entsprungen aus dem Halleyschen Kometen, am Nachthimmel sichtbar. Heute erfreuen sich Menschen über das wunderschöne Naturphänomen, wohingegen früher die leuchtenden Spuren als eine Warnung aus dem Himmel gedeutet wurden.
In der Vergangenheit galt der Halleysche Komet als Vorbote von Krieg, Pest und Umsturz. Mit ihm wurden der Untergang von Reichen oder der Tod von Königen verbunden.
"Feuer vom Himmel"
Der Name vom Sternbild Orion stammt aus der Antike. Er wurde nach einem kräftigen, aber überheblichen Jäger aus der griechischen Mythologie benannt. Laut der Sage wurde Orion wegen seines Hochmuts durch einen Skorpion getötet. Die Orioniden, auch "Feuer vom Himmel" damals genannt, wurden mit Krieg und göttlichen Strafen assoziiert.
Im Mittelalter wurde in Chroniken berichtet, dass vor dem Ausbrechen von Pest und Kriegen die "Feuerfunken aus dem Schwert des Orion" erschienen seien. Eine alte Bauernweisheit besagt: "Wenn der Jäger sein Schwert erhebt, wird Blut auf Erden fließen."
Viele Legenden in Italien und Frankreich
Im Süden Europas gibt es einige Legenden um die Orioniden, vor allem in Frankreich und Italien. Dort wird der Himmelskörper "Tränen des Orion" ("Lacrime di Orione") genannt. Laut ihnen kehren die Orioniden jedes Jahr zurück, weil der Jäger Orion den Skorpion wieder sieht.
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Auch in diesen Gegenden wird das Naturphänomen als ein besonders dunkles Zeichen gesehen: "Wenn der Jäger weint, stirbt das Land – kein Korn gedeiht, kein Kind wird heil geboren."
Legenden in der heutigen Zeit
In der heutigen Zeit existieren Legenden um den Himmelskörper. Die New-Age- und UFO-Szene glauben, dass der Orion die "Wiege" außerirdischer Zivilisationen sei. Sie vermuten, die Meteore seien "Lichtboten". Für andere Gruppen sind die Orioniden ein energetisches Portal, welches "kosmische Frequenzen" auf die Erde bringt.
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