Mafia-Wirbel
Foto mit mutmaßlichem Mafioso: Meloni wehrt sich gegen schwere Vorwürfe
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat Vorwürfe entschieden zurückgewiesen, sie könnte Verbindungen zur organisierten Kriminalität haben. Hintergrund ist ein veröffentlichtes Foto, das sie gemeinsam mit einem mutmaßlichen Mafia-Vertreter zeigt. Mehrere Medien hätten das Bild genutzt, um "die bizarre These" zu verbreiten, sie stehe kriminellen Kreisen nahe, erklärt Meloni auf der Plattform X.
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Selfie aus 2019 sorgt für Aufsehen
Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Bericht der italienischen Rai-Sendung "Report". Gezeigt wird ein Selfie aus dem Jahr 2019, aufgenommen bei einer Parteiveranstaltung in Mailand. Neben Meloni ist darauf ein Mann zu sehen, der laut Bericht dem Camorra-Clan Senese in der Lombardei zugerechnet wird.
Mann heute im Fokus der Justiz
Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand der Mann laut Bericht noch nicht im Zentrum von Mafia-Ermittlungen. Allerdings war er bereits wegen Hehlerei verurteilt worden und zuvor wegen Betrugs sowie krimineller Vereinigung festgenommen worden.
Mittlerweile zählt er zu den Hauptangeklagten im sogenannten Hydra-Prozess in Mailand. Ermittler sehen ihn als Schlüsselfigur in einem kriminellen Netzwerk mit Verbindungen zum Umfeld des 2023 verstorbenen Mafia-Bosses Matteo Messina Denaro.
Offene Fragen zu Kontakten
Die Sendung wirft zudem Fragen auf, wie der mutmaßliche Mafioso Zugang zur Veranstaltung erhalten konnte und ob Personen aus Melonis Umfeld über seine Hintergründe Bescheid wussten. Außerdem soll der Mann eigenen Angaben zufolge zeitweise sogar Zugang zum Parlament gehabt haben, ohne kontrolliert worden zu sein.
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