Syrien
52 Zivilisten bei US-Luftangriff getötet
Bei einem US-Luftangriff auf Stellungen der IS-Terrormiliz nahe der nordsyrischen Stadt Kobane sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 52 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern des Bombardements im Dorf Bir Mahli am Freitag seien auch sieben Kinder gewesen, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, am Samstag einer Presse-Agentur.
13 Menschen würden noch unter den Trümmern vermisst. Das Pentagon in Washington hatte am Freitag bestätigt, dass in sechs Luftangriffen sieben IS-Stellungen und ein Fahrzeug der Terrormiliz zerstört wurden. Über zivile Opfer machte das US-Verteidigungsministerium keine Angaben. Aktivisten hatten zunächst von zusammengerechnet 90 Toten und Verletzten gesprochen.
Die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardieren seit September vergangenen Jahres regelmäßig Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Die Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei war im vergangenen Sommer monatelang umkämpft, bis sie von kurdischen Milizen mit US-Luftunterstützung von der IS-Herrschaft befreit wurde.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London wertet Berichte von Aktivisten in ganz Syrien aus.
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