Oberösterreich
War "Knebel-Mord" ein Sex-Unfall?
seine
Neuer Verdacht
Fakt ist, dass Erich S. erstickte. „Im Mund wurde Zellstoff, also Klopapier oder Taschentuch, gefunden“, sagt Staatsanwalt Guido Mairunteregg. „Der Knebel war mit Klebeband oder Ähnlichem fixiert.“ Erich S. starb, bevor sich die Flammen ausbreiteten.
Nun ergibt sich ein neuer Verdacht: War es ein Sex-Unfall, eskalierte die Beziehung zum Callgirl?
Denn der 43-Jährige soll ein Freund derartiger Praktiken gewesen sein. Tatsache ist, dass Erich S. einsam war. Das Leben hatte ihm übel mitgespielt. Der Kfz-Techniker verlor nach einem Arbeitsunfall 2002 seinen Betrieb, war zu 70 % behindert. Die Familie zerbrach, die erwachsenen Kinder zogen weg. Doch wollte Erich S. am Leben teilhaben, ging 2009 ehrenamtlich zur Altenbetreuung. Er fehlte keinen Tag, Kollegen lobten seine Ruhe und Verlässlichkeit. – Etwas, was er bei den Frauen nie fand. Die Ehe mit einer Dominikanerin scheiterte. 2008 lernte er dann Sharon kennen: „Ich liebe sie.“
Doch Streit war an der Tagesordnung. Im Februar verliebte er sich, wieder ohne Zukunft – die Frau ist verheiratet. „Bin traurig, keine Frau will mich echt lieben“, so ein Facebook-Eintrag.
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