Nach Asyl-Skandal

Nächster Fall: Mädchen (8) vor Abschiebung

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© Privat
Schon wieder: Am Freitag sollte ein achtjähriges Kind abgeschoben werden.
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Wien. Die Serie der unmenschlichen Abschiebe-Fälle reißt nicht ab: Während sich die Politik im Fall der drei Schülerinnen, die jüngst in die Heimatländer ihrer Eltern nach Georgien und Armenien „zurückgeführt“ wurden, den Schwarzen Peter gegen­seitig zuschiebt, ereignete sich hinter den gelben Mauern des Anhaltezentrums Zinnergasse das nächste Drama: Dort wurde die kleine Melisa gemeinsam mit ihrer Mutter Kristina (28) eingesperrt.

Nächster Fall: Mädchen (8) vor Abschiebung
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Die beiden sollten nach Serbien abgeschoben werden. Dabei ist das Mädchen in Österreich geboren, kennt kein anderes Land. Melisa geht in die Volksschule in Ottakring und ist wie ihre Mutter bestens integriert.

Das Kind ist Halbwaise: Papa in Wien beerdigt

Auch die Großeltern der Achtjährigen leben seit Jahrzehnten im Land, beziehen hier ihre Pensionen. Besonders tragisch: Die herzige Schülerin ist seit drei Jahren Halbwaise. Ihr Papa verunglückte bei einem Verkehrsunfall ­tödlich. Er ist auf dem Zentralfriedhof beigesetzt, das Kind besucht häufig das Grab.

Gerettet. Um 13 Uhr sollte der Abschiebe-Flieger am Freitag abheben. Doch die Wiener Star-Anwältin Astrid Wagner holte Mutter und Kind im letzten ­Augenblick aus der Schubhaft. „Der Fall wird jetzt noch einmal untersucht“, sagt die renommierte Verteidigerin: „Es kann nicht sein, dass dieses Kind abgeschoben wird.“

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Kommende Woche soll die Mutter einvernommen werden. Sie hofft für sich und ihr Kind …

Abschiebung von Kindern an Tagesordnung

Der Fall der am Donnerstag abgeschobenen zwölfjährigen Wiener Gymnasiastin Tina ist nur die Spitze des Eisberges. Fast täglich werden Kinder mit ihren Familien aus Österreich abgeschoben – auch vorbildlich integrierte und in Österreich geborene. Immer mehr dieser erschütternden Fälle werden an ÖSTERREICH herangetragen.

So berichtet der Klubvorsitzende der SPÖ Floridsdorf, Bernhard Herzog, von den Schülerinnen Ana (13) und Mariam (9) ­(siehe Foto unten), die im letzten November nach Georgien abgeschoben wurden – trotz heftiger Proteste etwa des Direktors der Schule Kinzerplatz, Werner Schuster.

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