Offene Worte
"ZDF Fernsehgarten"-Star spricht über sein Coming Out
Lutz van der Horst hat vor wenigen Monaten seinen ersten Roman veröffentlicht. In "Konfetti-Blues" geht es um den bisexuellen Komiker Max – eine Geschichte, in der der TV-Star seine eigenen Erlebnisse aus den 2000er-Jahren verarbeitet hat. In seiner Jugend hatte es der Komiker nicht leicht. Im Gespräch mit "Bunte" enthüllte er, dass er sich damals mangels Austauschmöglichkeiten allein fühlte. Soziale Medien gab es noch nicht, und in seinem Freundeskreis war "schwul" ein gängiges Schimpfwort. Ein entscheidender Wendepunkt war für ihn das Jahr 1991, als Hape Kerkeling unfreiwillig geoutet wurde. Für van der Horst war dies ein Befreiungsschlag: "Hape Kerkeling war schon immer mein Idol und auf einmal war er das genauso wie ich."
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Kein klassisches Coming-out
Ein offizielles Coming-out gab es bei dem heute 50-Jährigen nicht. Er hörte laut eigenen Angaben einfach auf, seine Sexualität zu verschweigen. Obwohl er bereits in den Nullerjahren mit dem Schreiben seines Buches begann, dauerte es bis zur Veröffentlichung lange. Er habe immer wieder daran gearbeitet und damit gehadert, ob er diese persönlichen Details wirklich preisgeben wolle, gestand er gegenüber "MDR Kultur".
Humor entsteht aus Schmerz
Der TV-Star, der 2025 sogar als Vertretung im "ZDF-Fernsehgarten" einsprang, sieht eine direkte Verbindung zwischen seinem Beruf und seinen Erfahrungen. "Guter Humor entsteht immer aus Schmerz", erklärte er offen. Er räumte zudem ein, dass die meisten Komiker privat keine fröhlichen Menschen seien – er selbst nehme sich davon nicht aus. Der Roman sei daher eine Mischung aus Lustigem und dramatischen Elementen.
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