Neue Studie
SO zerstört Corona unser Gedächtnis
Vor fünf Jahren stand die Welt während der ersten Welle der Corona-Pandemie still. Seitdem hat sich vieles verändert. Impfstoffe wurden entwickelt und untersucht, was die Krankheit im Körper anrichtet. Vor allem ein Begriff etablierte sich: "Long Covid". Darunter wurden verschiedene langfristige gesundheitliche Beschwerden nach einer Corona-Infektion zusammengefasst.
Die Wissenschaft kommt immer wieder zu neuen Erkenntnissen. In der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlicht die SRH University in Heidelberg (Deutschland) eine neue Corona-Studie.
Infektion verändert kognitive Fähigkeit
Eine Forschergruppe untersuchte in einer umfassenden Onlinestudie mit über 1.400 Teilnehmern, wie eine Corona-Infektion die kognitiven Fähigkeiten veränderte. Laut ihren Erkenntnissen wiesen Corona-Kranke verstärkte Gedächtnisbeeinträchtigungen auf, vor allem das Gedächtnis zur Unterscheidung ähnlicher Erinnerungen sei dabei betroffen.
Die Fähigkeit wird vom Hippocampus gesteuert. Es ist eine zentrale Gedächtnisregion des Hirns. Die Störung des Gehirns tritt unabhängig von Faktoren wie Alter, Bildung, Stress oder Depressivität auf. Andere Gehirnfunktionen wie kognitive Flexibilität oder allgemeines Erinnerungsvermögen sind laut der Studie unbeeinträchtigt geblieben.
Erstmals Belege für spezifische Gedächtnisstörung
Zum "Deutschen Gesundheitsportal" sagt der Studienleiter Patric Meyer, Professor für Allgemeine und Neurokognitive Psychologie am Campus Heidelberg der SRH University: "Unsere Ergebnisse belegen erstmals in einer großen Stichprobe eindeutig eine spezifische Gedächtnisstörung nach einer Covid-19-Erkrankung, die nicht allein durch psychische Belastungen oder allgemeine körperliche Erschöpfung erklärt werden kann."
Die Wissenschaftler vermuten, dass eine Entzündungsreaktion des Gehirns die Gedächtnisstörung verursacht. Diese tritt gehäuft im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf.
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