Wohnpsychologie
Was es braucht, damit wir uns zu Hause wohlfühlen
Was braucht es eigentlich, damit eine Wohnung zum echten Zuhause wird? Zum Platz, an dem Sie sich wohlfühlen und ganz Sie selbst sein können? Die Wohnpsychologie hat Antwort auf diese Frage und definiert sechs grundlegende Wohnbedürfnisse. Sie alle sind grundsätzlich in jedem Menschen angelegt, allerdings jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt. Was ist Ihnen besonders wichtig – und kann Ihr Zuhause dieses Bedürfnis ausreichend stillen?
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1. Sicherheit und Geborgenheit
Dieses Bedürfnis ist wohl das grundlegendste überhaupt: Zuhause ist man dort, wo man sich sicher und geborgen fühlt. Wo man sich von der Welt da draußen zurückziehen und ganz man selbst sein kann. Besonders im Schlafzimmer ist das Sicherheitsbedürfnis groß. Denn nur wer sich geborgen fühlt, kann auch gut schlafen.
2. Erholung und Rückzug
In den eigenen vier Wänden möchten wir uns erholen und ab und zu völlig zurückziehen können – auch von den Mitbewohnern übrigens. Je größer dieses Bedürfnis beim Einzelnen ist, desto wichtiger ist es, Zimmertüren schließen zu können. Ein weitläufiges Loft ist für diese Menschen hingegen weniger geeignet.
3. Gemeinschaft
Das Bedürfnis nach geselligem Zusammensein ist in einzelnen Menschen unterschiedlich groß. Dem sollte die eigene Wohnung auch Rechnung tragen. Sitzen Sie gerne mit der Familie um den Küchentisch? Laden Sie gerne Freunde zum Abendessen ein? Genießen Sie die gemütliche Zweisamkeit auf dem Sofa? Egal, wie sich das persönliche Bedürfnis nach Gemeinschaft ausdrückt, es sollte dafür einen geeigneten Platz in der Wohnung geben.
4. Selbstausdruck
Die eigene Wohnung zeigt, wer wir sind und was uns wichtig ist. All das drückt sich nicht nur im Einrichtungsstil aus, sondern auch durch Fotos an der Wand, Urlaubsmitbringsel oder Kunstgegenstände. Das Zuhause wird zum Spiegel seiner Bewohner – achten Sie darauf, ob dieser Spiegel auch wirklich Ihre Persönlichkeit widergibt.
5. Gestalten der Umwelt
Eng verbunden mit dem Bedürfnis nach Selbstausdruck ist der Wunsch, die eigene Lebensumwelt aktiv zu gestalten. Und zwar so, wie sie uns gerade gefällt und wie sie zu unserem Lebensstil passt. Dann kann es sogar passieren, dass alle paar Jahre die Möbel umgestellt werden, einfach weil das Bedürfnis nach Gestaltung wieder einmal zuschlägt. Wichtig ist, dass alle Mitbewohner auch mitgestalten dürfen, damit sie das Gefühl entwickeln können, dass die Wohnung auch wirklich ihr Zuhause ist.
6. Ästhetik
Nicht zu unterschätzen: Das eigene Zuhause soll nicht nur bewohnbar sein, sondern auch gefallen und dem eigenen Geschmack entsprechen. Da geht es um Farben, Formen und Materialien, aber auch um Grundsätzliches wie penible Ordnung oder charmantes Chaos.
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