Eisige Aussichten?

Was die alte Juli-Bauernregel über den Winter verrät

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Eine alte Bauernregel besagt: Wenn der Juli extrem heiß wird, steht uns ein eisiger Winter bevor. Angesichts der aktuellen Hitzewelle prüfen Meteorologen, was an dem Mythos rund um die Hundstage wirklich dran ist.
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Mit einem bekannten Sprichwort soll sich im Sommer bereits das Wetter für die kalte Jahreszeit vorhersagen lassen. Die alte Bauernregel "Macht der Juli uns heiß, bringt der Winter viel Eis" besagt, dass auf eine sommerliche Hitzeperiode ein sehr kalter Winter folgt.

Da für den Juli eine intensive Hitzewelle angekündigt ist, müsste demnach ein strenger Winter bevorstehen. Die Regel bezieht sich dabei primär auf die sogenannten Hundstage, die in der Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August liegen.

Der Mythos der Hundstage

Der Name dieser Periode leitet sich aus der Astronomie ab. Laut dem Wetterlexikon von WetterOnline steht die Sonne in dieser Phase in der Nähe des Sterns Sirius, dem Hauptstern im Sternbild "Großer Hund".

Der Aufgang dieses "Hundssterns" markiert traditionell die statistisch heißeste Zeit des Jahres. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt, dass die Wahrscheinlichkeit für ausgeprägte Hitzewellen in genau diesen Zeitraum fällt. Ein Blick auf die Daten zeigt jedoch, dass die vergangenen Winter trotz heißer Sommer tatsächlich oft zu warm statt zu kalt ausfielen.

Kaum meteorologische Beweise

Wetterexperten betrachten diese alten Regeln daher mit großer Skepsis. Wissenschaftlich und meteorologisch belastbar sind die Vorhersagen des 100-jährigen Kalenders kaum, da sich viele der traditionellen Sprüche im Laufe der Zeit entkräftet haben oder sich sogar gegenseitig widersprechen. Dennoch zeigen Berichte des SWR, wie tief die Mythen rund um die Hundstage nach wie vor im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Der aktuelle Wetter-Bericht wurde am Samstag veröffentlicht.

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