Die rührende Geschichte

Vozinha: Vom gemobbten Buben zum WM-Helden

Kap-Verde-Torhüter Vozinha weint in einem gelben Trikot mit der Nummer eins auf dem Fußballplatz, während ihm ein Betreuer mit Akkreditierung und ein Teamkollege im blau-weißen Trikot zur Seite stehen.
© FIFA via Getty Images
Der 40-jährige Vozinha bringt die WM 2026 zum Beben! Beim sensationellen 0:0 gegen Spanien mutiert der kapverdische Torhüter zum Helden und knackt im Netz die Millionen-Marke.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe H hat ihre erste ganz große Sensation. Der absolute Top-Favorit Spanien biss sich am Mittwoch beim historischen 0:0-Unentschieden an den Kapverdischen Inseln komplett die Zähne aus. Während auf der iberischen Halbinsel nach der Nullnummer bereits heftige Debatten über die Nationalmannschaft toben, feiert die Fußballwelt den überragenden Mann des Spiels: Vozinha. Der mittlerweile 40-jährige Torwart-Oldie erwischte einen absoluten Sahnetag und brachte die spanischen Angreifer mit insgesamt sieben spektakulären Paraden regelrecht zur Verzweiflung.

Der sportliche Meilenstein löste im Internet einen beispiellosen Hype um den Routinier aus. Vor dem Anpfiff der historischen Partie folgten dem kapverdischen Schlussmann gerade einmal rund 50.000 Menschen in den sozialen Medien. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff explodierten die Zahlen förmlich, sodass Vozinha innerhalb kürzester Zeit die Millionen-Marke knackte.

Tränen und eine traurige Kindheit

Hinter dem späten Ruhm des Keepers, der mit bürgerlichem Namen Josimar Jose Evora Dias heißt, steckt jedoch eine hochemotionale und traurige Lebensgeschichte. "Ich habe erst 2012 im Alter von 25 Jahren mit dem Profifußball begonnen. Für jemanden wie mich war das eigentlich schon viel zu spät", offenbarte der Held des Tages in einem emotionalen Interview nach dem Abpfiff. Der Weg an die Weltspitze war für den sympathischen Torwart von schweren privaten Schicksalsschlägen und familiären Entbehrungen geprägt.

Der emotionale Keeper wuchs in seiner Kindheit bei seiner Großmutter auf und erlebte erst im vergangenen Januar einen schweren Verlust, als seine Großeltern kurz hintereinander verstarben. Der ungewöhnliche Spitzname Vozinha bedeutet übersetzt "Großmütterchen" und geht auf ein trauriges Kapitel seiner Jugend zurück. Da er wegen seiner damals sehr schmächtigen Statur von Gleichaltrigen gemobbt wurde, flüchtete er oft weinend zu seiner Oma. Bitter: Seine Mutter konnte wegen Visaproblemen und einer fehlenden Kaution von 15.000 Dollar nicht zum Turnier reisen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden