Bundespräsident
Unterstützungsverein für Niessls nimmt Arbeit auf
Für eine Kandidatur des ehemaligen burgenländischen Landeshauptmanns Hans Niessl (SPÖ) bei der Bundespräsidentenwahl 2028 wird derzeit ein Unterstützungsverein gegründet. Der Verein "Gemeinsam für Österreich - Hans Niessl" soll unter anderem dazu dienen, die Formalitäten für einen Antritt zu erledigen, bestätigte Niessl am Donnerstag auf APA-Anfrage. Geplant ist auch eine Wahl- und Bürgerplattform.
Über den Verein sollen die 6.000 Unterstützungserklärungen zusammengetragen werden, die für einen Antritt notwendig sind. Außerdem soll Geld für den Wahlkampf gesammelt werden. Auf der Wahl- und Bürgerplattform will Niessl Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten und auch Vertreter aller politischen Parteien zu Wort kommen lassen. Ziel sei es, den Dialog zu ermöglichen. "Momentan ist es so, dass übereinander geredet wird und nicht miteinander", meinte Niessl. Er sei aber überzeugt davon, dass man mit allen Parteien sprechen müsse und dass die Ausgrenzungspolitik gegenüber der FPÖ nur dazu beitrage, dass diese immer stärker werde.
Entlastung des Mittelstandes als wichtiges Thema
Zentrale Themen sind für Niessl unter anderem die Entlastung des Mittelstandes und die Neutralität. Auch wenn der Bundespräsident natürlich nicht im Parlament mitbestimme, sei es wichtig, eine Meinung zu haben und sich zu Wort zu melden, betonte der Alt-Landeshauptmann. Als Unterstützer und Initiatoren des Vereins mit dabei sind Ex-SPÖ-Staatssekretär Peter Wittmann und Unternehmer Andreas Binder aus Bad Sauerbrunn, der mit Wittmann eine Firma hat, an der auch Niessl beteiligt ist. Nach und nach sollen nun weitere prominente Unterstützer präsentiert werden.
Niessl hatte im Februar angekündigt, dass er sich eine Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl vorstellen könnte. Er will auf Basis einer überparteilichen Plattform ins Rennen gehen.
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