"Untergang"

Trump warnt Deutschland vor Folgen der Energiewende

US-Präsident Donald Trump
© Getty Images
"Ungefähr zwei Tage vor dem Untergang" sei Deutschland –  zumindest meint das der US-Präsident: In einer langen Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Tennessee geißelte Donald Trump die deutsche Energiepolitik.
OE24 auf Google bevorzugen

"Wir wollen keine Windmühlen. Zeigen Sie mir ein Land mit grüner Energie, und ich zeige Ihnen ein bankrottes Land. Deutschland hat es versucht. Sie waren ungefähr zwei Tage von der Auslöschung entfernt", sagte Donald Trump in einer über einstündigen Rede. Die Sätze fielen nun im Rahmen der Mobilisierung vor den Zwischenwahlen im November.

Trump griff damit erneut die deutsche Energiepolitik an, die er schon zuvor als wirtschaftlich ruinös bezeichnet hatte.

33 AKW stillgelegt

Bekanntlich hat Deutschland den Atomausstieg konsequent umgesetzt: Nach dem Fukushima-Unglück 2011 wurden acht Reaktoren sofort stillgelegt. Die letzten drei laufenden Anlagen – Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 – gingen am 15. April 2023 endgültig vom Netz. Insgesamt wurden nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) 33 deutsche Kernkraftwerke dauerhaft abgeschaltet.

Energieexperten weisen Trumps Darstellung zurück: Die Energiewende sei mit hohen Kosten und Abhängigkeiten verbunden gewesen, habe aber bisher weder zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch noch zu einer existenziellen Krise geführt. Deutschland sei noch immer die größte Volkswirtschaft Europas.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden