IM KAUFRAUSCH

TikTok lockt Kinder in die Shopping-Falle

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Ein Video hier, eine Influencer-Empfehlung dort – und schon landet das nächste Produkt im Warenkorb.
OE24 auf Google bevorzugen

Eine neue Studie zeigt, wie soziale Netzwerke immer mehr Kinder und Jugendliche zum Kaufen verleiten. Die Zahlen sind alarmierend.

Jeder Achte gibt 100 Euro im Monat aus

Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf geben 12,2 Prozent der 10- bis 17-Jährigen bis zu 1.200 Euro pro Jahr für Online-Käufe aus. Das entspricht rund 100 Euro monatlich.

Fast die Hälfte der Jugendlichen wird über Social-Media-Werbung auf Produkte aufmerksam, vier von zehn lassen sich von Influencern zum Kauf inspirieren.

Algorithmen treffen auf schwache Impulskontrolle

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Experten warnen, dass Kinder und Jugendliche besonders anfällig für die Mechanismen sozialer Netzwerke sind. Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube setzen gezielt auf Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen und Kaufimpulse verstärken.

38 Prozent der 10- bis 17-Jährigen stöbern mindestens einmal pro Woche in Online-Shops. Bei den 14- bis 17-Jährigen kauft bereits fast jeder Dritte regelmäßig online ein.

Temu und Shein besonders beliebt

Neben Amazon gewinnen vor allem Billig-Plattformen wie Temu und Shein bei Jugendlichen an Bedeutung. Experten kritisieren dabei psychologische Tricks wie Countdown-Timer, Rabatt-Räder, Push-Nachrichten und spielerische Belohnungssysteme, die zum Kauf animieren.

Am beliebtesten sind Kleidung, Schuhe und Accessoires. Dahinter folgen Elektronik-Produkte und Beauty-Artikel.

Forscher schlagen Alarm

Bereits 1,2 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen gelten laut Studie als problematische Online-Käufer. Fachleute fordern deshalb mehr Aufklärung durch Eltern, Schulen und Politik sowie eine bessere Kennzeichnung von Werbung in sozialen Netzwerken.

Was für viele mit einem harmlosen TikTok-Video beginnt, kann schnell zur Kostenfalle werden. Die Forscher warnen: Werbealgorithmen und Influencer beeinflussen das Kaufverhalten junger Menschen stärker als jemals zuvor.

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