Umfrage

Sommerferien zu lange? Das sagen Eltern

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Die Sommerferien nahen und damit neun Wochen Auszeit von der Schule. In einer brisanten Umfrage halten viele die Ferien für zu lange und sagen, was ihr größtes Problem damit ist.
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Die Österreicher sind in der Frage über die richtige Dauer der Sommerferien gespalten. Laut einer Umfrage von Marketagent unter 1.000 Personen zwischen 14 und 75 Jahren halten 49 Prozent die derzeit neunwöchigen Ferien für zu lang. Für 43 Prozent ist die Dauer gerade richtig, der Rest empfindet sie sogar als zu kurz.

Viele sagen: "Sechs Wochen sind genug"

Unter jenen Personen, die mit der aktuellen Dauer nicht zufrieden sind, wünschen sich die meisten (32 Prozent), sechs Wochen Sommerferien. 19 Prozent reichen ein bis vier Wochen, 17 Prozent plädieren für sieben Wochen, 12 Prozent für fünf und sechs Prozent für acht Wochen. Der Rest präferiert "mehr als acht Wochen".

Organisatorischer Druck im langen Sommer

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Beruf und Betreuung sind schwer vereinbar: 4 von 5 Österreicher sind der Ansicht, dass die langen Sommerferien für viele Familien großen organisatorischen Druck verursachen (84%).

9 von 10, dass diese Zeit für berufstätige Eltern schwer organisierbar ist.

Das größte Problem

Die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung ist für 60% die größte Herausforderung der langen Sommerferien und für 55% auch der größte blinde Fleck in der öffentlichen Debatte.

Mütter tragen Hauptlast: 46% der Österreicher*innen glauben, dass vor allem Mütter die Verantwortung für Organisation und Betreuung während der Sommerferien tragen. 33% sehen beide Elternteile gleichermaßen in der Pflicht.

Kinderbetreuung wird zum Kostenfaktor: 72% der Eltern mit Kindern in Kindergarten, Volks- oder Mittelschule berichten von einer zusätzlichen finanziellen Belastung durch Sommerferien und Ferienbetreuung. Eltern, die für organisierte Sommerbetreuung bezahlen (46%), geben dafür im Schnitt 454 Euro pro Kind aus.

4 von 10 Eltern nutzen Großeltern als Sicherheitsnetz: 42 % der Eltern lösen die Betreuung in den Ferien mithilfe von Großeltern oder Verwandten.

Fast jeder zweite Befragte der Umfrage hält die neunwöchigen Sommerferien für zu lang (49%). 43 Prozent finden die aktuelle Dauer genau richtig, lediglich 8 Prozent würden sich noch längere Ferien wünschen.

Sommerferien belasten das Haushaltsbudget

Neben Zeit und Organisation kosten die Ferien viele Familien auch bares Geld. 72 Prozent der Eltern mit Kindern in Kindergarten, Volks- oder Mittelschule bzw. Unterstufe berichten von einer zusätzlichen finanziellen Belastung durch Sommerferien und Ferienbetreuung. Nutzt eine Familie organisierte Ferienbetreuung wie Camps und Co. gibt sie dafür durchschnittlich 454 Euro pro Kind aus.

Die Kosten für Feriencamps, Betreuungsangebote oder Sommerprogramme entwickeln sich damit zunehmend zu einem relevanten Budgetposten. Gleichzeitig sehen 59 Prozent der Bevölkerung die Gefahr, dass die langen Sommerferien soziale Unterschiede zwischen Familien verstärken. Denn nicht alle Eltern können sich Urlaube, Feriencamps oder kostenpflichtige Freizeitangebote leisten.

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