Feuer am Dach
Ronaldo-Schwester geht auf Teamkollegen los
Portugal ist als einer der großen Favoriten in den Flieger Richtung USA gestiegen, erlebte beim WM-Auftakt in Houston in Texas allerdings eine echte Bruchlandung. Dabei fing alles richtig gut an, als Joao Neves die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez schon früh per Kopf mit 1:0 in Führung brachte. Doch kurz vor dem Pausenpfiff schlug der afrikanische Außenseiter eiskalt zurück: Yoan Wissa traf zum Ausgleich. Am Ende stand ein Remis, obwohl Portugal in der FIFA-Weltrangliste satte 37 Plätze vor dem Kongo liegt. Auch bei den Fußballfans in Österreich sorgt dieser Fehlstart für ungläubiges Staunen.
Riesenkrach im Netz
Nach der matten Performance wächst der Druck auf Cristiano Ronaldo massiv, in der Heimat wird bereits lautstark gefordert, den gealterten Superstar auf die Bank zu setzen. Der Ex-Man-United-Stürmer schaffte während der gesamten Partie in Texas keinen einzigen Torschuss. Jetzt bekommt die Dynamik eine völlig neue, dramatische Wendung. Ronaldos ältere Schwester Katia Aveiro hat im Netz nämlich ein klares Zeichen gesetzt. Sie markierte einen Beitrag einer brasilianischen Instagram-Seite mit "Gefällt mir", der heftig gegen den portugiesischen Kapitän Bruno Fernandes schießt.
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Popcorn-Vergleich sorgt für Wirbel
In dem Social-Media-Beitrag wird Fernandes direkt attackiert. Demnach würde er zwar für seinen Klub Manchester United Topleistungen bringen, im Trikot von Portugal aber regelmäßig komplett abtauchen. Die brasilianische Seite zog sogar einen harten Vergleich zum Barcelona-Flügelstürmer Raphinha, der in dieser Woche in Brasilien ebenfalls heftig in der Kritik stand. In dem Posting, das mit einem Foto von Fernandes versehen ist, hieß es wörtlich übersetzt: "Der hier ist der Raphinha für Portugal. Zu viel Popcorn für die Nationalmannschaft."
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Harte Kritik an Martinez
Währenddessen muss Cristiano Ronaldo die Hauptlast der sportlichen Kritik tragen, da er auf dem Platz wie ein Schatten seiner selbst wirkte. Der Angreifer von Al-Nassr hatte gegen den Kongo magere 25 Ballkontakte und erspielte keine einzige klare Torchance – wurde aber trotzdem nicht ausgewechselt. Als Portugal in der 83. Minute dringend ein Tor brauchte, nahm Martinez den Champions-League-Sieger Vitinha vom Feld und brachte Goncalo Ramos.
Der frühere England-Stürmer Chris Sutton schoss daraufhin auf BBC Radio 5 Live scharf gegen den Trainer und nannte die Entscheidung peinlich. Sutton erklärte wörtlich über den Coach: "Er hat Angst, ihn runterzunehmen. Er ist nicht der Trainer. Er (Ronaldo) schießt vielleicht das Siegtor, aber das Spiel lief völlig an ihm vorbei." Zudem fügte er an: "Er ist ein genialer Spieler. Er war mal der Spielmacher, aber jetzt ist er der Abstauber. Er ist nicht nur der Abstauber, sondern er verwaltet das Landgut." Portugal steht vor den nächsten Aufgaben bei dieser Weltmeisterschaft nun bereits extrem unter Zugzwang.
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