Riesige Rauchsäule

830 Feuerwehrleute und 11 Hubschrauber gegen die Flammen-Hölle!

Ein Hubschrauber des Bundesheeres beim löschen am Freitag bei St.Egyden am Steinfeld.
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Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Großbrand ausgebrochen. Über 830 Feuerwehrmitglieder rückten aus. Auch elf Hubschrauber standen im Einsatz. Rund 60 Hektar waren laut Feuerwehr betroffen.
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Die Flammen breiteten sich in Richtung von Häusern in der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld aus, Bewohner wurden evakuiert. Am Abend war der Brand unter Kontrolle. Die rund 250 Betroffenen durften in ihre Häuser zurück.

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Im Bild: Ein Fahrzeug der Feuerwehr am Werg zur Brandbekämpfung, am Freitag, 14. August 2026 bei St. Egyden am Steinfeld.
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Mitglieder der Feuerwehr bekämpfen den Brand bei St.Egyden am Steinfeld.
Mitglieder der Feuerwehr bekämpfen den Brand bei St.Egyden am Steinfeld. © APA/MAX SLOVENCIK
Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Bekämpfung des Brandes.
Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Bekämpfung des Brandes. © APA/BFK NEUNKIRCHEN

Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnstraße und Waldstrandsiedlung sowie in der Oberen und Unteren Waldgasse wurden vorsorglich evakuiert. Auch ein Gasthaus in dem betroffenen Gebiet musste schließen. Straßen in der Umgebung wurden gesperrt. Die Gemeinde habe den Krisenstab einberufen, berichtete Vizebürgermeister Johannes Tinhof (SPÖ). Eine Übernachtungsmöglichkeit mit Feldbetten wurde vorbereitet. 14 Personen wurden in einer Notunterkunft durch den Rettungsdienst betreut. Viele Betroffene kamen indes vorübergehend bei Angehörigen oder Freunden unter.

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Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Im Bild: Ein Hubschrauber des Bundesheeres beim Wasser aufnehmen.
Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Im Bild: Ein Hubschrauber des Bundesheeres beim Wasser aufnehmen. © APA/MAX SLOVENCIK
Ein Hubschrauber beim Wasserabwurf über dem Brandgebiet.
Ein Hubschrauber beim Wasserabwurf über dem Brandgebiet. © APA/MAX SLOVENCIK

Der Großteil der Betroffenen durfte nach Angaben der Bezirkshauptmannschaft um 21.00 Uhr wieder in die Häuser und Wohnungen zurückkehren. Auch die Gebäude entlang der Bahnstraße (Kampersiedlung) wurden in der Folge freigegeben, informierte die Gemeinde.

Die Rauchsäule am Freitag, 14. August 2026 bei St.Egyden am Steinfeld.
Die Rauchsäule am Freitag, 14. August 2026 bei St.Egyden am Steinfeld. © APA/DIANA JAEGER

Wind erschwerte Löscharbeiten

Der ausgedehnte Wald- und Flurbrand war in den Mittagsstunden ausgebrochen. Eine Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Wind erschwerte die Löscharbeiten. Um die 90 Feuerwehren, der Flugdienst und der Sonderdienst Waldbrand sowie mehrere Katastrophenhilfsdienst-Züge waren im Einsatz. Vier Hubschrauber des Innenministeriums, ebenso viele des Bundesheeres - darunter drei Black Hawks und ein Leonardo - sowie drei Helikopter von privaten Firmen unterstützten bei der Bekämpfung der Flammen in schwer zugänglichen Bereichen.

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus.
Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. © APA/ANDREA FASS
Feuer im Föhrenwald
Feuer im Föhrenwald © APA/BFK NEUNKIRCHEN
Ein BMI-Polizeihubschrauber fliegt mit Löschbehälter.
Ein BMI-Polizeihubschrauber fliegt mit Löschbehälter. © APA/MAX SLOVENCIK

Gegen 18.00 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden, teilte das Bezirkskommando mit: "Damit ist der Einsatz allerdings noch keineswegs beendet. Die weiteren Arbeiten konzentrieren sich auf die Bekämpfung verbliebener Glut- und Brandherde sowie darauf, ein erneutes Aufflammen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern."

Fünf Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten medizinisch an Ort und Stelle versorgt werden, teilte Notruf Niederösterreich in einer Aussendung mit. Vonseiten des Bezirkskommandos hieß es, dass vier FF-Mitglieder leicht verletzt wurden. Die Ursache für das Feuer stand vorerst nicht fest. Betroffen sei ein anderes Gebiet als beim Feuer in der Vorwoche, teilte Klaus Stebal vom Landeskommando mit.

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Im Bild: Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Bekämpfung des Brandes am Freitag.
Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Im Bild: Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Bekämpfung des Brandes am Freitag. © APA/BFK NEUNKIRCHEN
Teile des abgebrannten Waldgebiets
Teile des abgebrannten Waldgebiets © APA/BFK NEUNKIRCHEN

Appell, sich vom Einsatzgebiet fernzuhalten

Die Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, das Gebiet großräumig zu meiden. Zufahrts- und Einsatzwege müssen "jederzeit freigehalten werden", wurde betont. "Wer sich unnötig dem Einsatzgebiet nähert, behindert nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte, sondern bringt auch sich selbst in Gefahr", lautete die Warnung.

Große Rauchwolke steigt hinter Häusern am Ortsrand von Führenwald in den Himmel auf.
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Dichter Rauch steigt von einem Brand im Führenwald über einem Feld in den Himmel auf.
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Das Rote Kreuz war mit 44 Mitarbeitenden, darunter Spezialisten für Krisenintervention, und 21 Fahrzeugen im Einsatz, berichtete Sprecherin Sonja Kellner der APA. Ebenso war der Arbeiter-Samariter-Bund an Ort und Stelle. Die insgesamt 63 Mitarbeitenden und 29 Fahrzeuge des Rettungsdienstes wurden vom Team von LeoMobil, der mobilen Rettungsleitstelle von Notruf Niederösterreich, koordiniert und disponiert.

"Meine Gedanken sind heute bei allen, die in St. Egyden gegen die Flammen kämpfen, und bei den Menschen, die um ihr Zuhause bangen", teilte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) mit. Sie bedankte sich ebenso wie ihre Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) und Udo Landbauer (FPÖ) in Facebook-Postings bei den Einsatzkräften.

Erst in der Vorwoche rund 100 Hektar großer Waldbrand

Erst vergangene Woche hatte sich ein Feuer im Föhrenwald auf rund 100 Hektar ausgedehnt. Die Flammen waren in der Vorwoche am Mittwochnachmittag ausgebrochen, es dauerte bis Sonntagabend, ehe "Brand aus" gegeben wurde. Hunderte Feuerwehrleute standen im Einsatz. Verursacht worden sein soll der Brand nach Ermittlungen der Polizei durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik. Das Feuer zählt zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.

Auch Waldbrand in der Steiermark

Auch in der Steiermark kam es nahe der Schießlingalm bei Dörflach, einem Teil von Aflenz (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), am Freitagvormittag zu einem Waldbrand. Durch "das rasche Eingreifen von Almbesuchern, Freizeitsportlern und Einsatzkräften" sei eine Ausbreitung des Brandes aber verhindert worden, hieß es am Abend in einer Aussendung der Landespolizeidirektion. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Betroffen sei eine Fläche von rund 300 Quadratmetern gewesen. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt und in ein Krankenhaus in Leoben gebracht.

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