Erklärung
Panini-Sticker ausverkauft: DAS ist der Grund
Für viele Fans gehört das Sammeln der Panini-Sticker zur Weltmeisterschaft einfach dazu. Doch aktuell stehen sie oft vor leeren Verkaufsständern.
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Der Hauptgrund für diesen massiven Lieferengpass ist der extrem knappe Terminkalender der Qualifikation. Zwischen dem Tag, an dem das letzte Ticket für die Endrunde vergeben wurde, und dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft lagen lediglich 72 Tage. Ein drastischer Unterschied zu vergangenen Turnieren: Bei der WM 2018 blieben dem Unternehmen noch fast sieben Monate für Druck und Logistik, 2022 waren es immerhin knapp fünf Monate. Nun musste Panini dieses Mammutprojekt in einem Bruchteil der gewohnten Zeit stemmen.
Das größte Album aller Zeiten
Hinzu kommt eine historische Änderung im Turniermodus. Die Endrunde 2026 wird erstmals mit 48 statt der bisher üblichen 32 Nationalteams ausgetragen. Das führt dazu, dass das aktuelle Sammelalbum so dick ist wie nie zuvor. Stolze 980 Sticker sind nötig, um das Heft komplett zu füllen. Zum Vergleich: Bei der Ausgabe 2022 in Katar reichten noch 670 Bilder. Da nun jeder einzelne Sammler deutlich mehr Stickertüten kaufen muss, um sein Album vollzubekommen, ist die Gesamtnachfrage nach den Tütchen drastisch in die Höhe geschossen.
Angst vor dem leeren Regal
Die anfängliche Knappheit, die durch den Zeitmangel in der Produktion ausgelöst wurde, führte in den Geschäften zu einer echten psychologischen Kettenreaktion. Das Phänomen der "Fear Of Missing Out" – also die Angst, leer auszugehen – entfachte eine regelrechte Torschlusspanik unter den Anhängern. Aus Sorge, bald überhaupt keine Bilder mehr ergattern zu können, kauften Sammler die Regale bei Verfügbarkeit sofort komplett leer.
Produktion am absoluten Limit
Der Hersteller betont dabei ausdrücklich, dass es sich um keine künstliche Verknappung handelt. Die Produktionskapazitäten stoßen schlicht an ihre Grenzen. Im Hauptwerk im italienischen Modena wird im Sechs-Tage-Drei-Schichten-Modell rund um die Uhr produziert. Zusätzlich laufen die Druckmaschinen auch in São Paulo. Insgesamt werden für diese WM weit über eine Milliarde Tütchen produziert. Dennoch bleibt es logistisch unmöglich, den gewaltigen Bedarf aller teilnehmenden Länder gleichzeitig und in einem Rutsch zu bedienen.
Hohe Kosten für volle Alben
Neben der reinen Verfügbarkeit hat das XXL-Heft noch einen weiteren, mathematischen Nebenaspekt. Wegen der 980 benötigten Sticker und den ohnehin unvermeidbaren doppelten Bildern geht das Hobby ordentlich ins Geld. Berechnungen von Statistikern zeigen, dass es im Durchschnitt 1.568 Euro kostet, das Album rein durch den Kauf von Tüten zum Preis von je 1,50 Euro vollständig zu füllen. Der Rat der Experten und des Herstellers lautet daher mehr denn je: Tauschen lohnt sich, da sich die Kosten in einer funktionierenden Tauschgemeinschaft auf gut ein Drittel senken lassen.
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