"Versaut mir das Leben"

Maddie-Verdächtiger: "Ich hasse dieses kleine Mädchen"

Maddie McCann Christian Brückner
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Christian B. spricht über den Fall: "Maddie versaut mir das Leben"
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Fast 20 Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine "Maddie" McCann sorgt der Hauptverdächtige Christian Brückner erneut für Schlagzeilen. Auslöser ist ein heimlich aufgenommenes Video, in dem sich der 49-Jährige erstmals ausführlicher zu dem Fall äußert – und dabei mit verstörenden Aussagen für Entsetzen sorgt.

Veröffentlicht wurde das Material von dem britischen YouTuber und selbst ernannten Undercover-Journalisten George Bamby. Brückner soll ihn für einen Ghostwriter gehalten haben, der ihm bei einem geplanten Buchprojekt helfen sollte. Stattdessen filmte Bamby den mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter offenbar über mehrere Tage hinweg heimlich.

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Besonders brisant sind die Aussagen über die seit 2007 verschwundene Britin. In dem Video sagt Brückner: "Ich hasse dieses kleine Mädchen, verdammt noch mal." Maddie habe sein Leben zerstört. Später legt er nach: "Maddie versaut mir das Leben. Die ganze Zeit. Ich kann nicht mal auf die Straße gehen. Die Leute denken, ich hätte Maddie umgebracht." Auf die direkte Frage, ob er etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun habe, antwortet er: "Du kennst die Antwort schon. Natürlich nicht."

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"Habe zu viel gesagt"

In einer weiteren Szene erklärt Brückner: "Ich darf euch nicht verraten, wo ich war, als Maddie verschwand." Kurz darauf fügt er laut den Aufnahmen hinzu: "Ich habe zu viel gesagt." Diese Aussagen sorgen insbesondere deshalb für Aufmerksamkeit, weil die deutschen Ermittler Brückner seit Jahren als Hauptverdächtigen im Fall Maddie betrachten. Eine Anklage wegen des Verschwindens des Mädchens gibt es allerdings bis heute nicht.

Parallel dazu entschied das Oberlandesgericht Schleswig, dass Brückner weiterhin überwacht werden darf. Zuvor hatte das Amtsgericht Kiel eine Verlängerung der Observation abgelehnt. Nach einer Beschwerde der Polizei wurde die Entscheidung jedoch aufgehoben. Damit bleibt der 49-Jährige weiterhin unter Beobachtung und muss auch seine elektronische Fußfessel tragen.

Die Behörden begründen die Maßnahmen mit der Gefährlichkeit des verurteilten Sexualstraftäters. Brückner war erst im September 2025 nach einer siebenjährigen Haftstrafe wegen der Vergewaltigung einer damals 72-jährigen Frau in Portugal entlassen worden. Seitdem lebt er unter strengen Auflagen in Schleswig-Holstein. Immer wieder kam es zu Protesten von Anwohnern, weshalb er mehrfach seinen Aufenthaltsort wechseln musste. Zeitweise lebte er sogar in einem Waldstück bei Kiel.

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Drei Stunden langes Video

Die Polizei prüft inzwischen auch das mehr als drei Stunden lange Video. Eine Sprecherin erklärte, die gezeigten Orte in Kiel wirkten "dem ersten Anschein nach authentisch". Gleichzeitig wollen die Ermittler auswerten, ob die Aufnahmen neue Erkenntnisse für den Fall liefern könnten.

Der Fall Madeleine McCann beschäftigt die Ermittler weiterhin auf internationaler Ebene. Das damals dreijährige Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einem Ferienapartment im portugiesischen Praia da Luz. Deutsche Ermittler gehen davon aus, dass Maddie tot ist und Brückner dafür verantwortlich sein könnte. Ein gerichtsfester Beweis fehlt bisher jedoch. Auch deshalb laufen die Ermittlungen in Deutschland, Großbritannien und Portugal weiter.

Mit den nun veröffentlichten Aussagen rückt Christian Brückner erneut ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Ob das heimlich aufgenommene Video den Ermittlern tatsächlich neue Hinweise liefert, ist derzeit noch offen.

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