1 Kunde = 515 Seiten

SO viel weiß McDonalds über uns

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Coupons, Bonuspunkte und schnelle Bestellungen: Die McDonald’s-App ist für viele längst selbstverständlich. Doch ein Fall aus den USA zeigt, wie detailliert der Konzern seine Kunden offenbar analysiert.
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Im Mittelpunkt steht "Wired"-Autor Reece Rogers. Als Einwohner Kaliforniens forderte er seine bei McDonald’s gespeicherten Daten an – und bekam eine Antwort, die es in sich hatte: 515 Seiten.

Darin fanden sich unter anderem Bestellungen, eingelöste Angebote und gesammelte Treuepunkte. Auch wann und wo Rogers bei McDonald’s eingekauft hatte, war gespeichert.

Doch damit nicht genug: Der Konzern hatte offenbar auch ein ziemlich genaues Bild davon, was Rogers gerne bestellt.

McDonald’s wollte offenbar wissen, wann er wiederkommt

Besonders erstaunlich wurde es bei den Prognosen über Rogers’ künftiges Verhalten. Laut "Wired" berechnete McDonald’s, dass er innerhalb der kommenden sechs Wochen etwas mehr als zweimal wiederkommen dürfte. Auch die erwarteten Ausgaben wurden geschätzt: 13,49 US-Dollar pro Bestellung.

Im Kundenprofil tauchte außerdem seine Vorliebe für eine große Cola Light auf. McDonald’s ordnete Rogers zudem bestimmten Essgewohnheiten zu und berechnete offenbar sogar, wie wahrscheinlich es ist, dass er als Kunde abspringt.

Und was weiß McDonald’s in Österreich?

Auch in Österreich werden bei der Nutzung der McDonald’s-App zahlreiche Daten verarbeitet. Dazu können – abhängig von den jeweiligen Einwilligungen und Einstellungen – Informationen über die App-Nutzung, Bestellungen, Bonuspunkte, Favoriten und eingelöste Coupons gehören.

Aus solchen Daten lassen sich Vorlieben und Nutzungsverhalten ableiten. Dadurch können Kunden bestimmten Gruppen zugeordnet und personalisierte Angebote ausgespielt werden. Der US-Fall lässt sich allerdings nicht automatisch auf Österreich übertragen. Hier gelten die strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

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Kunden können Auskunft verlangen

Wer wissen möchte, welche persönlichen Daten über ihn gespeichert sind, kann grundsätzlich eine Auskunft verlangen. Je nach Situation können Nutzer außerdem ihre Einwilligung zur Analyse und Personalisierung widerrufen oder die Löschung bestimmter Daten verlangen.

Ob McDonald’s in Österreich allerdings ähnlich detaillierte Prognosen über das künftige Verhalten einzelner Kunden erstellt wie im Fall aus den USA, lässt sich daraus nicht ableiten.

Fest steht aber: Wer die App regelmäßig nutzt, hinterlässt deutlich mehr digitale Spuren, als es beim schnellen Einlösen eines Coupons zunächst den Anschein hat.

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