Ludwig macht Melange

Kultcafe Bräunerof feiert Comeback

© Christian JOBST
Großer Festtag für die Wiener Kaffeehauskultur. Mit viel Prominenz und einer frisch gebrühten Melange vom Bürgermeister feierte das geschichtsträchtige Cafe Bräunerhof ein glanzvolles Comeback.
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Das lange Warten in der Innenstadt hat endlich ein Ende. Nach fast einem Jahr Schließung öffnete das traditionsreiche Cafe Bräunerhof in der Stallburggasse wieder seine Pforten. Das prominente neue Gastro-Duo Peter Friese und die Familie Plachutta übernahm das insolvente Kaffeehaus und investierte rund vier Millionen Euro in das denkmalgeschützte Lokal, um den historischen Charme für die Zukunft zu bewahren.

Großer Auflauf der Prominenz

Am Mittwochvormittag herrschte bereits dichter Andrang im renovierten Kaffeehaus. Bürgermeister Michael Ludwig ließ es sich nicht nehmen, die erste Melange höchstpersönlich zuzubereiten und damit den Betrieb offiziell einzuleiten. Neben dem Stadtchef zeigte sich viel prominente Begleitung aus Politik, Kultur und Gastronomie im Lokal. Unter den Gästen feierte der ehemalige Bürgermeister Michael Häupl mit, auch Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel gab dem Traditionshaus die Ehre. Dompfarrer Toni Faber sowie die bekannten Wiener Gastronomenfamilien Kolarik und Gürtler ließen sich diesen Termin ebenfalls nicht entgehen.

Peter Friese, Bürgermeister Michael Ludwig sowie Christoph und Mario Plachutta bei der Eröffnung. © Christian JOBST

Geliebte Bräunerhof-Look bleibt erhalten

Das Kaffeehaus blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück und gilt als eine der letzten echten Institutionen der klassischen Wiener Kaffeehauskultur. Im vergangenen Sommer schlitterte der Betrieb jedoch in die Insolvenz. Peter Friese und die Familie Plachutta retteten das geschichtsträchtige Erbe. Bei der Generalrenovierung wurde penibel darauf geachtet, das vertraute Erscheinungsbild des Lokals vollständig zu erhalten. Die historischen Lampen, Tische und Sessel wurden aufwendig restauriert und stehen wieder an ihrem Platz.

Auch die Bänke, auf denen einst Stammgäste wie Helmut Qualtinger, Oskar Werner oder Hugo von Hofmannsthal saßen, bekamen lediglich eine neue Polsterung. Während die Optik im Gastraum unverändert blieb, erneuerten die Betreiber die gesamte technische Ausstattung im Hintergrund. Kulinarisch setzt man weiterhin auf Wiener Klassiker wie Schnitzel, Knödel mit Ei, Sacherwürstel und Schinkenrolle. Künftig wird die Speisekarte aber auch durch vegane Gerichte und internationale Speisen ergänzt.

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