Abhilfe
Kühle Luft statt Hitzefrust für St. Pölten
Während ganz Niederösterreich aufgrund der Sommerhitze ins Schwitzen kommt, setzt St. Pölten gezielt auf Abkühlung. So sorgt am Domplatz eine Sprühnebelanlage für willkommene Erfrischung, wo aus 360 Bodendüsen winzige Wassertröpfchen in die Luft abgegeben werden, um die Umgebungstemperatur zu senken und für ein angenehmeres Klima zu sorgen. Die Passanten nehmen das Angebot dankbar an, gleichzeitig gibt es jedoch Diskussionen über den Wasserverbrauch der Anlage. Die Sprühnebelanlage läuft täglich zwischen 10 und 20 Uhr, allerdings nur bei entsprechenden Wetterbedingungen, und verbraucht laut Stadt sogar weniger als ein zu bewässerndes Fußballfeld.
Auch interessant
Darüber hinaus investiert man auch in langfristige Lösungen: Entlang der Promenade wurde eine Fahrspur entfernt, damit mehr Platz für Bäume entsteht. Sobald diese ausgewachsen sind, sollen sie für großflächige Beschattung sorgen und die Temperaturen deutlich senken. Dabei will man Regenwasser gezielt nutzen, um Grünflächen nachhaltig zu bewässern.
Und am Europaplatz erfüllt der sogenannte "Windfänger" gleich eine doppelte Funktion: Das rund fünf Meter hohe Bauwerk wird mit Wasser befeuchtet, das über mehr als 16.000 Tonziegel rinnt. Durch die Verdunstung entsteht ein kühlender Effekt, der in der unmittelbaren Umgebung deutlich spürbar ist - das Wasser versickert dort anschließend ebenfalls im Boden, um die rundumliegenden Pflanzen zu bewässern. Last but not least setzt die Stadt auch auf natürliche Frischluftschneisen, damit kühle Luft ungehindert in die Landeshauptstadt strömen kann.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden