70 Jahre FPÖ
Kickl in der Hofburg: "Fürchtet euch nicht"
1956 gründete sich die FPÖ, damals als Kleinstpartei zwischen den zwei Großparteien ÖVP und SPÖ.
Auch interessant
70 Jahre später haben sich die Freiheitlichen von einer 10-Prozent-Partei zu der in Umfragen führenden Kraft entwickelt. Aktuell kommen sie auf über 30 Prozent Zustimmung.
Kickl in der Wiener Hofburg
Zum Festakt in der Hofburg kamen die prominente Vertreter der europäischen Rechtsparteien in der Wiener Hofburg zusammen: Von Viktor Orban, über Alice Weidel bis zu Gerd Wilders aus den Niederlanden.
Kickl sagt in seiner Festrede, "ich habe immer daran geglaubt, dass wir das Zeug haben, die stärkste Kraft im Land zu sein." Seine politischen Gegner griff er scharf an und warf ihnen "fanatischen" Eifer gegen die FPÖ vor.
Kickl nannte sich selbst "den einfachen Stellvertreter" der einfachen Parteimitglieder. Das erinnert an Jörg Haider, der sich nach seiner Zeit als Parteiobmann nur noch "als einfaches Parteimitglied" bezeichnete. Kickl hob weiter den Zuspruch hervor, den die Freiheitlichen aktuell bei der Bevölkerung genießen würden.
Die aktuellen Umfragen nannte er "ein wunderbares Geburtstagsgeschenk". Die Seele der FPÖ suchte Kickl in der Freiheit und in der Liebe zur Heimat. Auch auf die Krisen der Partei, wie Knittelfeld 2002 oder Ibiza 2019, blickte er zurück und hob hervor, dass die Partei immer wieder stärker zurückgekommen sei. Kickl dankte dabei vielen Weggefährten.
"Homogenität und Identität"
"Eine positive Veränderung aus eigener Kraft", das gab der blaue Chef als Ziel aus. Gewohnt scharf attackierte Kickl die EU und forderte mehr Souveränität für Österreich. "Homogenität und Identität" skizzierte Kickl als sein gesellschaftliches Idealbild für Österreich - auf Grundlage von gemeinsam definierten Werten. Damit stehe die FPÖ nicht nur auf dem Boden der Verfassung, Kickl ging weiter und meinte, die Freiheitlichen seien der "wahre Verfassungsschutz in Österreich" - im Gegensatz zu allen anderen Parteien.
Gegen die liberale Demokratie
Auch teilte Kickl gegen die liberale Demokratie aus - für ihn ein Begriff der '68er-Linken, der von den "Scheinkonservativen" lediglich übernommen worden sei.
Die Bergsteigererzählung
Seine Rede schloss Kickl mit einer Bergsteigererzählung, mit der er seinen Parteifreunden Mut zu machen gedachte. Kickls großes Ziel, das er in der Hofburg wiederholt ausgab: die Volkskanzlerschaft.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden