Über 40 Grad

Hitze-Rekord: DAS gab es in Österreichs Geschichte noch nie

Österreich erlebt derzeit den mit Abstand heißesten Sommer aller Zeiten. Während der heißeste Tag der Messgeschichte noch nicht gefallen, ist, wurde ein anderer Meilenstein erreicht.
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In Wien fiel am Montag der ewige Hitze-Rekord in der Hauptstadt. In Stammersdorf wurden um 15.00 Uhr unglaubliche 40,1 Grad gemessen, womit eine neue Hitze-Bestmarke aufgestellt wurde. Der Höhepunkt der Hitzewelle ist allerdings laut den Prognosen noch immer nicht erreicht. Am Dienstag könnte im Osten auch der ewige Höchstwert fallen. Am 8. August 2013 wurden in Bad Deutsch-Altenburg unglaubliche 40,5 Grad erreicht. Doch jetzt könnte sogar erstmals in der Geschichte das Thermometer über 41 Grad klettern. Dennoch wurde mit dem nächsten Hitzetag des Jahres am Montag ein neuer denkwürdiger Rekord geknackt.

Noch nie zuvor gab es in allen drei Sommermonaten (Juni, Juli, August) mindestens einen Tag über 40 Grad. Am 29. Juni wurden in Bad Deutsch-Altenburg 40,1 Grad erreicht, am vergangenen Freitag (31. Juli) hat Wieselburg um 0,2 Grad den ewigen Rekord mit 40,3 Grad ganz knapp verpasst und am Montag (3. August) litt man in Wien-Stammersdorf bei 40,1 Grad im Hitze-Hotspot des Landes. Insgesamt war es erst der fünfte Tag in Österreichs Messgeschichte, an dem es über 40 Grad hatte, allerdings schon der vierte in diesem Jahr und vermutlich noch nicht der letzte.

Die Geosphere hatte bereits für Dienstag und Mittwoch in Wien, dem Nordburgenland und im Nordosten Niederösterreichs die höchste Wetterwarnstufe Rot ausgegeben. Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg aus dem Jahr 2013 könnte fallen. Die Temperaturen bleiben auch am Donnerstag vor allem im Osten hoch, erst am Freitag sollte sich das heiße Wetter etwas abschwächen, mit immer noch hohen Temperaturen bis 33 Grad.

Hitze-Hotspots am Montag (Stand 16.30 Uhr)
  1. Wien-Stammersdorf (Wien): 40,1°
  2. Tulln-Langenlebarn (Niederösterreich): 40,0°
  3. Wien Innere Stadt (Wien): 39,9°
  4. Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich): 39,3°
  5. Wolkersdorf (Niederösterreich): 39,1°

Hitzewelle steuert auf Höhepunkt zu

Die aktuelle Hitzewelle in Österreich steuert derzeit auf ihren Höhepunkt zu, hieß es. Die rote Warnung gilt am Dienstag und Mittwoch für Wien, das Weinviertel, das Nordburgenland inklusive Seewinkel, das Wiener Becken und die Landeshauptstadt St. Pölten.

Hitzekarte mit Temperaturen über 30 Grad für Süddeutschland, Österreich und Umgebung.
Die Hitzekarte am Montag (15 Uhr) © wetteronline

Ausschlaggebend für die höchste Hitzewarnung sei unter anderem der Umstand, dass es in den Nächten kaum abkühlt. Voraussichtliche Tiefsttemperaturen von 24 bis 27 Grad verdeutlichen dies. Auch außerhalb der Städte sind nächtliche Minimalwerte um 23 Grad und darüber möglich.

Video zum Thema

40,1 Grad: Neuer Temperaturrekord für Wien


© oe24


Empfehlungen für rote Zonen

Die Wetterexperten empfehlen in den Regionen mit Hitzewarnung Rot folgende Verhaltensweisen: direktes Sonnenlicht meiden und Kinder vor der Sonne schützen. Meiden von verbauten und versiegelten Plätzen, wo es keinen Schatten gibt. Nicht in der heißesten Tageszeit von circa 12.00 bis 16.00 Uhr nach draußen gehen. Vorhänge und Jalousien schließen sowie die Fenster vorwiegend in der Nacht bzw. in den kühlen Morgenstunden öffnen.

Große Anstrengungen sollten vermieden und körperliche Aktivitäten im Freien auf den frühen Morgen oder den Abend verlagert werden. Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung sind ebenso zu empfehlen wie kühl duschen oder kalte Arm- und Fußbäder nehmen. Es sollte ausreichend und regelmäßig getrunken werden - mindestens zwei bis drei Liter, am besten Wasser, ungesüßter Tee oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte, keinesfalls Alkohol. Auch bei älteren Mitmenschen und Kindern sollte auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Hitzetage heuer weit über Schnitt

Die bisherige Anzahl der Hitzetage in diesem Jahr - also Tage, an denen es mindestens 30 Grad hatte - hat an allen Wetterstationen das Klimamittel weit übertroffen, teilte die Geosphere zudem auf APA-Anfrage mit. Das jährliche Klimamittel von 1961 bis 1990 sei je nach Landeshauptstadt um das Zwei- bis Zehnfache überboten worden, das wesentlich wärmere Klimamittel 1991 bis 2020 immerhin auch schon um das 1,5- bis 3,8-Fache.

In Bregenz wurde der bisherige Jahresrekord an Hitzetagen bereits gebrochen. Hier hatte es bis einschließlich 2. August an 32 Tagen 30 Grad oder mehr, der vorige Spitzenwert lag bei 29 Tagen im Jahr 2015. In Salzburg wird der Rekord aus dem gleichen Jahr von 32 Tagen diese Woche auch sehr wahrscheinlich fallen und bis Freitag auf 35 steigen, bis Sonntag waren es 31 Tage.

Im weiteren Verlauf des verbleibenden Sommers können die Rekorde an Hitzetagen am ehesten noch in Klagenfurt-Flughafen (heuer bis 2. August 32, Rekord: 40) und Graz-Uni (32/41) überboten werden. Je nachdem, wie heiß die zweite Augusthälfte verlaufen sollte, seien auch Rekorde in Eisenstadt, Wien, St. Pölten, Linz, Innsbruck möglich.

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