Wetter-Phänomen

"Godzilla" bringt Jahrhundert-Winter: Experte klärt auf

Vereiste Straße mit herabgefallenen Ästen nach einem Eissturm in Toronto im Winter.
© Getty Images
Ein starker Godzilla-El-Niño soll uns einen extremen Jahrhundertwinter bringen. Meteorologe Sigi Fink stellt klar, was wirklich an den Gerüchten im Netz dran ist.
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Nachrichten über einen möglichen Jahrhundertwinter machen bereits in den Sozialen Medien die Runde. In einem Video auf Facebook äußert sich ORF-Meteorologe Sigi Fink nun deutlich dazu. Während die ersten Lebkuchen bereits im Supermarkt stehen, wird am 22. August schon über das Winterwetter diskutiert. Der Auslöser ist unter anderem ein bevorstehendes, besonders starkes El-Niño-Ereignis, das auch als Godzilla-El-Niño bezeichnet wird.

Auswirkungen auf Wetter in Österreich

El-Niño hat laut dem Experten allerdings kaum Auswirkungen auf unser Wetter in Österreich. Das Phänomen beeinflusse vor allem den südlichen Pazifik sowie die umliegenden Regionen. Für das Winterwetter bei uns sei El-Niño sicher nicht entscheidend. Einfluss hätten hierzulande eher andere Faktoren wie die Polarfront, das Kältereservoir am Nordpol sowie das heiße Mittelmeer.

Experte warnt vor Falschmeldungen

Einen kommenden Jahrhundertwinter jetzt schon vorherzusagen, sei schlichtweg viel zu früh. Der Meteorologe findet dafür deutliche Worte: "Jetzt schon über den Jahrhundertwinter zu sprechen ist kompletter 'Schmonzens', bitte glaubt’s solche Nachrichten nicht." Er habe selbst einmal eine Winterprognose versucht, was jedoch schiefging. Eine solche Vorhersage sei wie Münzen werfen.

Seltene Ausnahmen auch ohne El-Niño

Statistisch gesehen gibt es in Mitteleuropa nicht mehr die Winter von früher mit Rekordschneehöhen, abgesehen von wenigen Ausnahmen. Doch auch hier betont Fink abschließend: "Ausnahmefälle können auch in Nicht-El-Niño-Jahren vorkommen." Das Video dazu ist unter anderem auf seiner Facebook-Seite abrufbar.

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