Anwältin entsetzt

Fritzl wieder gestürzt:   Nase ganz lila

Fritzl
© Schwarzl, Lechner, Reuters
Bei einem Besuch von seiner Anwältin am Donnerstag fand Astrid Wagner ihren betagten Mandanten in einem "mehr als besorgniserregenden Zustand" vor.
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NÖ. Bereits im April und kurz vor seinem 91. Geburtstag war Josef Fritzl in seiner Solo-Zelle auf der Krankenstation in der Justizanstalt Stein - wo er seit einem halben Jahr untergebracht ist - schwer gestürzt und soll sich dabei erheblich verletzt haben. Der verurteilte Inzestvater verbüßt seine lebenslange Haftstrafe, wobei sich seine Anwältin Astrid Wagner weiterhin für eine Verlegung in ein Pflegeheim einsetzt. Erst vor wenigen Tagen hat sie erneut einen entsprechenden Antrag dafür eingebracht.

"Fritzl kam mit Rollator und Pflegerin"

Astrid Wagner
Fritzl-Anwältin Asgtrid Wagner. © oe24

Wie dramatisch die (Gesundheits-)Lage um Österreichs prominentesten Langzeithäftling ist, musste seine Anwältin Astrid Wagner - die am Mittwoch noch vor Gericht die 14-jährige Friedhofs-Killerin verteidigt hat, die rechtskräftig 8 Jahre Haft und eine Forensik-Einweisung ausfasst - tags darauf bei ihrem Besuch in Krems feststellen: "Er kann ja keinen Meter mehr allein machen. Er kam im Rollator mit einer Pflegerin und ist offenbar kürzlich wieder gestürzt." Demnach hat sich der 91-Jährige an einem Finger schwer verletzt, hat eine Rissquetschwunde im Gesicht, wobei die Nase ganz lila sein soll, und obendrein blutunterlaufene Augen. Ihm sei in seiner Zelle plötzlich schwarz vor Augen geworden, an mehr könne Fritzl sich nicht erinnern.

Astrid Wagner zu oe24: "Ohne dem Gefängnis und dem Personal Vorwürfe zu machen, aber das ist einfach keine adäquate Unterbringung mehr. Mein Mandant gehört eindeutig in ein auf Demenz spezialisiertes Pflegeheim" - das sie übrigens bereits gefunden hätte. In seinem Zustand und hohem Alter würde jedenfalls keine Gefahr mehr von ihm ausgehen.

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