Aufreger
Entmachtung des grün-weißen Fußballgotts
Beim SK Rapid zeichnet sich eine deutliche Machtverschiebung ab. Nachdem Sportdirektor Markus Katzer mit Wolfgang Fiala einen engen Vertrauten aus Ried nach Hütteldorf holte, übernimmt dieser maßgebliche Aufgaben, die bislang in den Händen von Geschäftsführer Steffen Hofmann lagen. Im Sky-Interview mit Constanze Weiss wiegelt die Klublegende ab.
“"Es geht hier nicht um persönliche Eitelkeiten, sondern darum, dass es vorwärtsgeht. Der Sport gehört in eine Hand. Ich habe mit dem Frauenfußball und meinen weiteren Agenden weiterhin genug zu tun."”
Steffen Hofmann
Für Hofmann bedeutet der Vorstoß von Katzer und das Signal des Präsidiums eine spürbare Beschneidung seiner Befugnisse. Agenden wie die Nachwuchsförderung, die Leitung der Akademie und die allgemeine Spielerentwicklung wandern ab.
Präsident will bessere Verbindung zum Profi-Team
Präsident Alexander Wrabetz machte zuletzt kein Geheimnis daraus, dass es im sportlichen Unterbau der Grün-Weißen massiven Verbesserungsbedarf gab. Ein Umstand, der Hofmanns bisherigen Kompetenzbereich direkt betrifft.
“"Hier geht es um eine bessere Verbindung zwischen unserem Akademiebereich und den Profiteams, eine notwendige Reduktion unserer verletzungsbedingten Ausfallzeiten sowie die Gewährleistung, dass die einheitliche Fußballentwicklung – darunter fallen auch Spielphilosophie und Trainingsmethodik – von den jungen Burschen bis zu den Profis nachhaltig gelebt wird".”
Alexander Wrabetz
Steffen Hofmann kam im Sommer 2002 vom 1. FC Bayern München zum SK Rapid Wien. In seinen 540 Pflichtspielen für Grün-Weiß feierte er zwei Meistertitel (2005, 2008). Ab 2018 war er in verschiedenen Funktionen im Klub tätig – unter anderem als Talentemanager, Co-Trainer der zweiten Mannschaft und seit Dezember 2022 als Geschäftsführer der SK Rapid GmbH.
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