Igitt
Ekel-Alarm: Das ist der schmutzigste See Österreichs
An einem heißen Sommertag in einen österreichischen See zu springen, gehört zu den schönsten Freizeitvergnügen überhaupt. Türkisblaues Wasser, beeindruckende Bergkulissen und echtes Urlaubsgefühl direkt vor der Haustür. Doch bevor Badegäste sorglos in jedes Gewässer eintauchen, lohnt sich ein genauer Blick: Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA in Kopenhagen hat Europas Badegewässer unter die Lupe genommen und die Wasserqualität analysiert.
Igitt: Das ist der dreckigste See Österreichs
Ganz unten auf der Liste und damit der große Verlierer des aktuellen "Badewasser-Checks" ist der Pleschingersee in Steyregg in Oberösterreich. Als einziges Gewässer in Österreich wies er eine "mangelhafte Badewasserqualität" auf.
Doch es gibt Hoffnung: Die Prüfstelle der AGES entnahm ihre Wasserproben ausgerechnet in unmittelbarer Nähe einer Bootsanlegestelle. Und wer tummelt sich dort am liebsten? Richtig: Unzählige Enten und Schwäne. Wo viele Wasservögel sind, häufen sich naturgemäß die tierischen Hinterlassenschaften, die die Werte lokal verfälschen können. Um solche verzerrten Ergebnisse künftig zu vermeiden, hat die AGES bereits angekündigt, den Messpunkt an eine repräsentativere Stelle am See zu verlegen.
Von "Ausreichend" bis "Gut": Hier ist noch Luft nach oben
Neben dem Pleschingersee gibt es noch eine Handvoll anderer Gewässer, die die Bestnote verpasst haben.
Ein "Ausreichend" erhielt der Frauenwieserteich im niederösterreichischen Bezirk Zwettl. Schwimmen ist dort weiterhin unbedenklich, das Wasser erfüllt die Richtlinien der EU, aber für das Urteil "Ausgezeichnet" reichte es in der Messung nicht. Etwas besser, nämlich mit der Note "Gut", haben folgende sieben heimische Badeorte abgeschnitten:
- Weikerlsee (Linz)
- Donau Altarm Greifenstein (Badestelle Nordufer)
- Edlerseeteich (Geras)
- Seewaldsee (St. Kolomann)
- Achensee (Strandbad Buchau)
- Zenzsee (Tragöß)
Österreichs Gewässer punkten mit sehr guter Wasserqualität
Die gute Nachricht: Von den 260 untersuchten Badegewässern glänzen fantastische 96,5 Prozent mit der Bestnote "ausgezeichnet".
Damit liegen wir nicht nur europaweit auf einem starken vierten Platz (gemessen am Gesamtanteil der Gewässer an Meer, Seen oder Flüssen), sondern bei den reinen Binnenbadegewässern sogar auf Platz eins. Noch vor Nationen wie Finnland und Dänemark! Stolze 99,6 Prozent aller heimischen Badestellen erfüllen die strengen EU-Vorgaben.
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