Wien-Penzing
Brache statt Park: Anrainer müssen weiter warten
Auf der seit vielen Jahren brachliegenden Fläche in der Kendlerstraße 35-37 im 14. Bezirk sollen Wohnungen sowie ein öffentlicher Park entstehen. Bereits 2020 schloss die Stadt Wien dafür einen Vertrag mit der Logos Immobilien GmbH ab. Weil das Unternehmen dort ein Wohnhaus mit 44 Eigentumswohnungen zu errichten plant, muss es im Gegenzug an gleicher Stelle auch einen rund 1.300 Quadratmeter großen Park für die Öffentlichkeit schaffen.
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Ursprünglich hätte der Baustart bereits 2021 erfolgen sollen, doch daraus wurde nichts. Das Vorhaben verschob sich immer wieder - bis heute. Grund für die Verzögerungen sind laut Bezirksvorstehung finanzielle Schwierigkeiten. Ende des vergangenen Jahres wurde deshalb ein Nachtrag zum bestehenden Vertrag vereinbart, wonach nun der Bau der Wohnanlage im Sommer 2027 starten soll. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Der öffentliche Park soll danach ab 2029 umgesetzt und nach wie vor vom Bauunternehmen finanziert werden. Auf die versprochene Grünfläche und die Neugestaltung des Areals müssen die Anrainer also noch längere Zeit warten.
Stimmen aus dem Bezirk
"Da es sich um einen Privatgrund handelt, muss man eine Zwischennutzung mit dem Grundeigentümer verhandeln, selbstverständlich ist es seitens des Bezirks gewünscht, eine sinnvolle Zwischennutzung zu erreichen", hat der ORF aus dem Büro der SPÖ-Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner zu besagter Causa erfahren.
"Ich verstehe nicht, warum sich die Stadt Wien hier so lange hinhalten lässt. Sie muss endlich Verantwortung übernehmen: Die Umsetzung des Kendlerparks ist vertraglich zugesichert, wurde aber bis heute nicht verwirklicht. Gerade im dicht verbauten Breitensee ist diese Grünfläche dringend notwendig. Jetzt ist es an der Zeit, die abgesperrte Brache in einen schönen, öffentlich zugänglichen Park zu verwandeln – gestaltet nach den Wünschen und Bedürfnissen der Anrainerinnen und Anrainer", betont ÖVP-Penzing-Bezirksparteiobmann Andreas Eisenbock gegenüber oe24.
Auch die KPÖ Penzing macht sich für eine öffentliche Nutzung des Areals stark, in der Aktionsphase "Her mit dem Kendlerpark!" hat man zahlreiche Unterschriften gesammelt. "Dass wir bereits über 700 Unterschriften gesammelt haben, verdanken wir dem großartigen Einsatz von unseren Aktivist:innen. Bei den Haustürgesprächen und an den Infotischen merken wir, wie wichtig dieser direkte Kontakt im Grätzl ist. Mit unserer aktuellen Aktionswelle tragen wir die Forderungen der Nachbarschaft unüberhörbar auf die Straße und erhöhen den Druck bis zur Übergabe der Petition Schritt für Schritt", erklärte KPÖ-Bezirkssprecherin Lena Coufal jüngst in einer Presseaussendung.
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